[How To] Wie ich keine Bücher kaufe

Wir lieben Bücher!

So viel ist auf jeden Fall klar. Doch diese listigen kleinen (oder auch großen) Herzdiebe gehen einem auf Dauer ganz schön an die Substanz. Nicht nur finanziell, sondern auch platztechnisch. Und wenn die Entscheidung ernsthaft bedeutet Buch oder Essen – dann bitte, liebe Leseratten, denkt an euer leibliches Wohl, setzt das seelische Wohlbefinden vor die Tür und

KAUFT KEINE BÜCHER!

Im Folgenden habe ich ein paar kleine Tipps, Tricks und Kniffe zusammengestellt, die euch dabei unterstützen sollen, das Kaufen von Büchern zu reduzieren.

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[Aktion] Katja liest: Die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017 #dbp17

Seit dem 12. September ist bekannt welche Bücher es dieses Jahr auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft haben. Mit einigen habe ich fest gerechnet, andere haben mich doch überrascht. Nichtsdestotrotz habe ich mir vorgenommen, bis zur Preisverleihung am 9. Oktober 2017 alle 6 Shortlist-Bücher gelesen zu haben. Sehr passend auch, dass ich in den ersten beiden Oktoberwochen Urlaub habe. ^^

Ich habe mir vorgenommen unter dem Titel Katja liest die Shortlist immer wieder kurz zu berichten, welchen Eindruck das jeweils gelesene nominierte Werk bei mir hinterlassen hat. Ihr dürft also gespannt sein. So ganz sicher, mit welchem Buch ich beginnen soll und will, bin ich mir übrigens noch nicht. Das wird ganz spontan entschieden. ^^

Zu Beginn stelle ich einfach mal schnell die nominierten Bücher kurz vor:

Gerhard Falkner: Romeo oder Julia

Kurt Prinzhorn ist zu einem Schriftstellertreffen nach Innsbruck eingeladen, wo ihm Merkwürdiges widerfährt: Jemand muss während seiner Abwesenheit ein ausgiebiges Schaumbad in der Wanne seines Hotelzimmers genommen und dort bewusst Spuren hinterlassen haben. Die Chipkartenschließanlage der Tür zeigt jedoch kein fremdes Eindringen an. Als nächstes verschwindet der Schlüsselbund des zunehmend ratlosen Autors. Während einer Moskau-Reise wenige Tage später kommt es zu neuen Unerklärlichkeiten, und auch in Madrid, wo Prinzhorn einer früheren Geliebten wiederbegegnet, reißt die Kette seltsamer Geschehnisse nicht ab – bis ihm durch Zufall das Puzzle der Erinnerung zu einem Bild zusammenfällt, das ihn weit in die eigene Biographie zurückführt. Am nächsten Morgen klingelt die Polizei an der Tür seiner Berliner Wohnung, denn unter dem Fenster von Prinzhorns Zimmer in Madrid wurde eine tote Frau gefunden. (Inhaltsangabe und Coverbild: Berlin Verlag)

Franzobel: Das Floß der Medusa

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens? (Inhaltsangabe und Coverbild: Paul Zsolnay Verlag)

Thomas Lehr: Schlafende Sonne

Rudolf Zacharias reist nach Berlin. Dort will der Dokumentarfilmer die Vernissage seiner früheren Studentin Milena Sonntag besuchen. Thomas Lehrs Roman spielt an einem Sommertag des Jahres 2011 – und zugleich in einem ganzen Jahrhundert. Denn in ihrer Ausstellung zieht Milena nicht nur eine künstlerische Lebensbilanz, sondern die ihrer Zeit. Mit sprachlicher Kraft werden historische Katastrophen neben die privaten Verwicklungen dreier Menschen gestellt, führen die Spuren von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bis ins heutige Berlin. Thomas Lehr entwickelt ein überwältigendes Fresko dieses deutschen Jahrhunderts: tragisch, komisch, grotesk, und immer wieder ganz persönlich und intim. (Inhaltsangabe und Coverbild: Carl Hanser Verlag)

Robert Menasse: Die Hauptstadt

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europaischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das fur Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; »zu den Akten legen« wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. (Inhaltsangabe und Coverbild: Suhrkamp Verlag)

Marion Poschmann: Die Kieferninseln

Gilbert Silvester, Privatdozent und Bartforscher im Rahmen eines universitären Drittmittelprojekts, steht unter Schock. Letzte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In einer absurden Kurzschlusshandlung verlässt er sie, steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewinnen. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Basho in die Hände, und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er sich in der Betrachtung der Natur verlieren und seinen inneren Aufruhr hinter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem Complete Manual of Suicide. (Inhaltsangabe und Coverbild: Suhrkamp Verlag)

Sasha Marianna Salzmann: Außer sich

Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht. (Inhaltsangabe und Coverbild: Suhrkamp Verlag)

[Blog] BuchBlog Award 2017 #bubla17

Das sagt die Webseite zum 1. Buchblog Award:

NetGalley und der Börsenverein suchen den besten deutschsprachigen Buchblog

Buchblogger, Bookstagrammer und Co. sind aus dem Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken: Mit Leidenschaft und Herzblut besprechen sie aktuelle Neuerscheinungen und Klassiker, Bücher aller Genres und Formate. Mit ihren Texten, Videos, Fotos oder Podcasts wecken sie die Begeisterung ihrer Community, geben wertvolle Leseempfehlungen außerhalb des Feuilletons und regen spannende Diskussionen an.
Das muss honoriert werden! Der Buchblog-Award 2017 zeichnet erstmals den besten deutschsprachigen Buchblog aus. Er wird auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Ich habe lange überlegt. Wirklich lange. Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt. Mein Blog ist nicht so groß, nicht so bekannt, im Gegensatz zu anderen Bloggern, die definitiv schon ihren Weg auf die Longlist geschafft haben – und verdient haben! Aber ich finde diese Aktion von Netgalley und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels einfach nur großartig. Es bringt den Buchblogs eine gewisse Aufmerksamkeit und honoriert die Mühe und Arbeit, die wir alle in unsere Blogs stecken.

Ich werde euch nicht ständig daran erinnern, eure Stimme für mich abzugeben (es wäre allerdings gelogen wenn ich sage, ich würde mich nicht darüber freuen). Ab dem 1. September kann man für einen kurzen Zeitraum die Longlist sehen und die Blogs wählen, die auf die Shortlist kommen sollen. Traut euch. Schenkt den Blogs eure Aufmerksamkeit. Sie sind alle einen Klick wert. 🙂

Abstimmung zum 1. Buchblog-Award -> HIER geht’s lang!

[Blog] Zukünftige Leseprojekte

Kennt ihr das auch? Man hat so Bücher, die wollte man unbedingt haben, aber das Lesen eben jener Bücher wird Zeit in Anspruch nehmen. Viel Zeit. Und so schiebt man sie immer wieder vor sich her. Ich habe auch drei solche Bücher in meinem Regal, und das Bezwingen dieser Monster verlangt nicht nur Zeit, sondern auch Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen. Warum also nicht Leseprojekte daraus machen?

Projekt S – Das Schiff des Theseus

Im Netz gibt es ja tatsächlich Anleitungen und Empfehlungen, wie man dieses Buch am Besten lesen sollte, damit einem nichts entgeht und man sich nicht komplett selbst verwirrt. Ich werde mich an das Konzept halten, das in DIESER Kundenrezension auf Amazon empfohlen wird. Ganz wichtig: Vor dem Herausnehmen der Beilagen unbedingt notieren wo sich diese befinden, oder auf die PDF-Datei des KiWi-Verlags zurückgreifen (Link).

Phase 1: Bis Anfang des ersten Kapitels alles lesen. Den eigentlichen Roman „Das Schiff des Theseus“ sowie Fußnoten + graue Blaustiftnotizen (Eric) lesen.
Phase 2: Notizen in Dunklem Blau (Jen) und Schwarz (Eric) lesen sowie alle Einleger dazu.
Phase 3: Orange (Jen) und grüne (Eric) Notizen lesen.
Phase 4: Lila (Jen) und rote (Eric) Notizen lesen.
Phase 5: Die restlichen schwarzen Notizen lesen – sowohl Jen (Schreibschrift) als auch Eric (Blockschrift) schreiben am Ende in Schwarz.

Projekt Krieg und Frieden

Ein wahres Monster mit so vielen Charakteren… ich werde mir definitiv eine Liste machen und vielleicht schon einmal im Voraus auf einen der vielen im Netz auftauchenden Stammbäume zurückgreifen – so bin ich eventuell nicht ganz überfordert. Und es spart mir die Arbeit, das alles selbst zu notieren. Notizen werde ich zu dem Buch aber definitiv führen müssen, denn ich glaube nicht, dass ich es an einem Stück lesen werde. Und man will ja den Faden nicht verlieren. Deswegen habe ich mir auch schon ein hübsches kleines Notizbuch besorgt, in das ich auch Blätter ein- bzw. ausheften kann, und dieses schon mit einem Stammbaum ausgestattet. I am prepared.

Projekt Atlas Shrugged

Ein Wälzer vorm Herrn und daher ein sicherer Kandidat für ein eigenes Notizbüchlein, um Leseprozess und Charaktere sowie diverse andere Details festzuhalten, denn auch hier werde ich wohl kaum alles in einem Durchgang lesen. Solche Riesenwerke muss ich ab und an doch unterbrechen. Vor allem weil man so eine Mordwaffe von Buch schlecht ständig mit sich herumtragen kann.

Zu den einzelnen Projekten wird es einzelne Posts geben, sobald ich mit dem Lesen beginne, und ich werde immer mal wieder von meinem Fortschritten berichten. Ich muss mich nur noch entscheiden mit welchem Buch ich anfange.

 

[Blogparade] Ich und mein Blog

Gefunden habe ich diese Blogparade bei Livricieux und Trallafittibooks – aber ins Leben gerufen wurde die Aktion von angeltearz liest. Heutzutage wird nämlich immer wieder vergessen, dass hinter Blogs, Social Media Kanälen und Co. tatsächlich ein Mensch sitzt – mit einem Leben (auch oft fernab der Onlinewelt), mit Gefühlen, Emotionen. Mit einer eigenen Geschichte. In der Blogparade von Steffi soll es genau darum gehen: Um den Menschen hinter dem Blog.

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[Gewonnen] Ellbogen von Fatma Aydemir

Ende Mai hat Janine von Kapri-ziös Ellbogen von Fatma Aydemir rezensiert – und im Rahmen dieser Rezension ein Gewinnspiel veranstaltet. Natürlich konnte ich da nicht anders, als mitzumachen, denn das Buch stand schon länger auf meiner Wunschliste.

Und manchmal ist einem das Glück auch hold. 🙂

Darum geht es in Ellbogen (Quelle: Hanser Literaturverlag):

Sie ist siebzehn. Sie ist in Berlin geboren. Sie heißt Hazal Akgündüz. Eigentlich könnte aus ihr eine gewöhnliche Erwachsene werden. Nur dass ihre aus der Türkei eingewanderten Eltern sich in Deutschland fremd fühlen. Und dass Hazal auf ihrer Suche nach Heimat fatale Fehler begeht. Erst ist es nur ein geklauter Lippenstift. Dann stumpfe Gewalt. Als die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie zuvor war. Warmherzig und wild erzählt Fatma Aydemir von den vielen Menschen, die zwischen den Kulturen und Nationen leben, und von ihrer Suche nach einem Platz in der Welt. Man will Hazal helfen, man will mit ihr durch die Nacht rennen, man will wissen, wie es mit ihr und mit uns allen weitergeht.

Ein riesiges und herzliches Dankeschön noch einmal an Janine! Und natürlich werde ich auch berichten, wie mir das Buch gefallen hat. 🙂