[Rezension] Martin-Niels Däfler: So klappt’s mit dem Burn-out

Burn-out ist das Stichwort des Jahrhunderts. Doch haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was mit den »Leistungsverweigerern«, den »Waschlappen« unter uns passiert, mit denen, die als »Low-Performer« tituliert werden und um ihre Karriere fürchten müssen? Für all die bedauernswerten Menschen, die ihren Burn-out nicht allein hinbekommen, gibt es hier ein 30-Tage-Programm, das Schritt für Schritt weiterhilft. Lernen Sie in diesem Buch, wie Sie Ihren Stresslevel auf ein gesellschaftlich akzeptables Maß heben können, welche Artikel in ein Büro-Survival-Paket gehören, wenn es abends spät wird, und wie Sie mit weniger Schlaf auskommen. (Inhaltsangabe: Gütersloher Verlagshaus)

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Martin-Niels Däfler ist Professor im Fachbereich Kommunikation an der FOM Hochschule in Frankfurt am Main. Er studierte BWL in Würzburg und Australien, war in beratender Funktion u.a. beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband tätig und gibt nun nebenbei Vorträge, Workshops, Firmen- und Managercoachings, veröffentlicht Bücher und Fachartikel zum Thema Kommunikation, Gelassenheit, Karriere und Stress. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Frage, was im Beruf wirklich glücklich macht.

Burn-out: Das Statussymbol der Neuzeit

Der Burn-out. In einer Zeit, in der teure Uhren, Autos und Designerkleidung kaum mehr Aufsehen erregen, ist er das Statussymbol schlechthin, mit dem sich der leistungsstarke Mensch von heute noch schmücken kann. Das hier vorgestellte Buch von Martin-Niels Däfler wirft einen völlig neuen Blick auf dieses besondere Kennzeichen unserer Einzigartigkeit und zeigt, wie man ohne große Schwierigkeiten das Ziel Burn-out erreichen kann.

Die Roadmap to Burn-out besteht aus mehreren einzelnen Lektionen, beginnt aber mit der wohl simpelsten Variante: dem Selbsttest. Hier wird persönliches Verhalten und vorhandene Denkmuster untersucht und auf den Kopf gestellt. Mit diesem Auftakt gibt Däfler den Ton für sein Buch an: mit viel schwarzem Humor, Wortwitz und Ironie nimmt er die Stärken der Ohne-mich-geht-hier-gar-nichts-Gesellschaft zum Thema.

Sag der Work-Life-Balance Goodbye!

Der einzige Weg zum schnellen Burn-out ist klar. Und einfach. Doch ohne die eigene Mitarbeit geht hier gar nichts. Ein wenig muss man sich ja schon selbst zum Burn-out zwingen, die stets gepredigte Work-Life-Balance über Bord werfen, und sich stattdessen eine Überlebensausrüstung für das Büro zuzulegen, sodass langen Arbeitstagen und -nächsten nichts mehr im Wege steht. Zusätzlich bietet der Autor auch noch eine Liste mit kleinen Argumentationshilfen, sollte man einen eher fürsorglichen Chef besitzen, der vom optimalen WUPSen (Wochenende/Urlaub/Pausen/Schlaf) im Sinne der Selbstoptimierung noch nie etwas gehört hat, und der den ärztliche attestierten Burn-out damit nur behindert.

Der übervolle Schreibtisch als Symbol der persönlichen Unentbehrlichkeit, stetiger Koffeinkonsum, keine Freizeit, keine Hobbies, kein Privatleben, Schlafentzug, Ja-Sagen, sogar leistungssteigernde Drogen schlägt Däfler zum Abschließen der Mission Burn-out vor, getoppt mit Verhaltensregeln und Erfolgswörterbüchern, dank denen man sich noch mehr als Gestresster fühlen kann.

So klappt’s mit dem Burn-out – Stressmanagement mal anders

Der eine oder andere liest vielleicht hier schon zwischen den Zeilen, und findet den tatsächlichen Ratgeber Däflers zum Erhalt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Mit seiner wundervoll ironischen Auflistung aller möglichen Risiken und Stressfallen, zahlreichen absurden Wortschöpfungen und einer gehörigen Prise Witz und Humor liefert der Autor auf eine ganz andere Art und Weise Ratschläge und Maßnahmen, die zum Überdenken der eigenen Arbeitsweise führen.

So klappt’s mit dem Burn-out“ ist ein Ratgeber der etwas anderen Art, der den Leser mehr als einmal zum Lachen bringt, und dem es doch gelingt, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen. Frech, locker, humorvoll. So muss es sein.

So klappt’s mit dem Burn-out von Martin-Niels Däfler
224 Seiten (Klappenbroschur)
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Erschienen: Juli 2016
ISBN: 978-3-579-08648-4

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Gütersloher Verlagshaus für das so freundlich zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

[Rezension] Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht

meinen hass bekommt ihr nicht

Am 13. November 2015 sah Antoine Leiris seine Frau Hélène zum letzten Mal – sie wurde an diesem Tag mit neunundachtzig weiteren Personen im Konzertsaal Le Bataclan Opfer der Terroranschläge in Paris. Während die Welt geschockt und in tiefer Trauer versuchte, eine Erklärung für das Unfassbare zu finden, postete der vierunddreißigjährige Journalist auf Facebook einen offenen Brief. In bewegenden Worten wandte er sich darin an die Attentäter und verweigerte „den toten Seelen“ seinen Hass – und den seines siebzehn Monate alten Sohnes Melvil. Die Botschaft ging um die Welt. Er, der an jenem Tag die Liebe seines Lebens verlor, hatte nur eine Waffe: seine Worte. Das Grauen, der Verlust und die Trauer haben Antoine Leiris‘ Leben erschüttert. Ehrlich und ergreifend schildert er Momente aus einem zerstörten und doch so zärtlichen Alltag zwischen Vater und Sohn – und sagt damals wie heute, dass das Leben trotzdem weitergehen soll. Antoine Leiris trotzt dem Terror und der Gewalt mit einer bewegenden und hoffnungsvollen Botschaft: „Meinen Hass bekommt ihr nicht“. (Inhaltsangabe: Blanvalet)

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Antoine Leiris – Jahrgang 1981 – war Kulturredakteur bei den französischen Radiosendern France Info und France bleu. Inzwischen arbeitet er in Paris als freier Journalist.

„Tonausfall. Ich höre nur noch mein Herz, das aus meiner Brust auszubrechen versucht. Die Wörter hallen in meinem Kopf nach wie ein nie enden wollendes Echo. Eine Sekunde, lang wie ein Jahr. […] Hélène ist im Bataclan.“
(Seite 11)

Selten habe ich ein Buch gelesen, welches mich so stark in seinen Bann zieht, dass selbst ellenlange Wartezeiten in der Arztpraxis einem vorkommen wie nur wenige Minuten. Es wurde viel geschrieben und berichtet über die Anschläge in Paris. Die Bilder ziehen auch jetzt, fast ein Jahr später, noch immer lebhaft an einem vorbei, wann immer die Worte Bataclan und Paris in einem Satz fallen. So schrecklich diese Bilder sind, umso schlimmer ist es doch, sich vorzustellen wie dieser Anschlag das Leben so vieler Menschen erschüttert hat.

Antoine Leiris gehört zu diesen Menschen, verlor er doch an diesem Abend seine Frau. Und er gehört zu jenen, denen es gelungen ist, die wahren Fluten von Gefühlen und Eindrücken, die in einem solchen Moment über dem eigenen Selbst hereinbrechen, in Worte zu fassen. Und das auf unglaublich berührende Art und Weise.

Mit einem Post auf Facebook, den Leiris kurz nach den Anschlägen veröffentlicht, findet er Worte. Worte, die bitter nötig sind dort, wo gerade nur Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit herrschen. Worte, die später zum Titel seinen Buches werden sollten.

„Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht.“
(Seite 59)

In „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ berichtet Leiris über die ersten Tage, Wochen, nach dem Anschlag. Die Zeit nach diesem einen Augenblick, der ihm den Boden unter den Füßen hinfort gerissen hat. Von jetzt auf gleich ist er allein, allein mit seinem kleinen Sohn, der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 17 Monate alt ist. Ein Mann, der nicht weiß, wie es weitergehen soll, doch der weiß, dass es weitergehen muss. Für seinen Sohn.

Leiris lässt den Leser teilhaben an seinen tiefsten Gefühlen. Am Warten und Hoffen auf den erlösenden Anruf nach dem Anschlag, auf die Stimme seiner Frau, die ihm sagt „Alles ist in Ordnung“. Doch dieser Anruf kommt nicht.

„Warten ist ein Gefühl ohne Namen. Als ich ihm eine letzte Geschichte vorlese, trägt es alle Namen zugleich. Es ist Kummer, Hoffnung, Traurigkeit, Erleichterung, Überraschung, Schrecken.“
(Seite 19)

Er schreibt über seinen neuen Alltag. Die Routine, die ein Leben mit einem Kleinkind fordert. Eine Routine, die Leiris selbst letztendlich dazu zwingt, zu funktionieren, weiterzumachen, nicht aufzugeben. Aber er schreibt auch über seinen Kummer, seine Verzweiflung, über Trauer und Schmerz und Hilflosigkeit.

Und über die Liebe. Diese unglaubliche Liebe zu seiner Frau – unendlich sanft und zärtlich, voller Vertrauen und Leidenschaft. Eine Liebe, die durch nichts und niemanden zerstört werden kann. Denn Antoine Leiris hat nicht aufgehört seine Frau zu lieben, auch wenn das Fundament, auf dem diese Liebe gebaut ist, und umso zerbrechlicher erscheint. Eine Liebe, die weiterlebt, in ihrem gemeinsamen Sohn.

„Ich habe keinen Anfang, kein Ende, und jede weitere Stunde verstört mein ganzes Sein. Meine Gegenwart muss Vergangenheit werden, und ich irre durch diesen Alltag ohne Zeit, durch diese Tage ohne Stunden.“
(Seite 131)

In „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ schreibt sich Leiris alles von der Seele. Liebe, Kummer, Sorgen, Schmerz, Wut, Angst. Alles findet seinen Weg auf das Papier, schonungslos und ungefiltert. Und genau das macht ihn aus, den Zauber, der diesem Buch innewohnt. Leiris lässt es nicht zu, dass die Täter sich an seinem Hass bereichern. Stattdessen lebt er weiter, mit seinem Sohn, um mit dem was ihm geblieben ist, ein glückliches Leben zu führen – und den Tätern damit ins Gesicht zu lachen.

„Nein, ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. Auch wenn ihr es darauf angelegt habt; auf den Hass mit Wut zu antworten würde bedeuten, derselben Ignoranz nachzugeben, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid.“
(Seite 60)

Es ist schwer, tatsächlich in Worte zu fassen, welche Achterbahnfahrt an Gefühlen „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ bei mir ausgelöst hat. Fakt ist, dass das Buch mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, mich wahrscheinlich nie wieder ganz verlassen wird. Denn was Leiris hier mit uns teilt, ist ehrlich, schmerzhaft, und doch voller Liebe und Hoffnung. Lesen! Unbedingt!

Meinen Hass bekommt ihr nicht von Antoine Leiris
Vous n’aurez pas ma haine
144 Seiten (Hardcover)
Übersetzung: Doris Heinemann
Verlag: Blanvalet
Erschienen: Mai 2016
ISBN: 978-3-7645-0602-5

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag Blanvalet für das zur so freundlich zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

blanvalet

[Rezension] Daniele Bresciani: Ein Jahr wie dieses

ein jahr wie dieses

Die 14-jährige Viola musste ihren Vater tot in seinem Bett finden. Von diesem Moment an hat sie kein Wort mehr gesprochen, doch sie kann nicht aufhören, an das große Geheimnis zu denken, das ihr Vater mit ins Grab genommen hat. Mit einem zerfallenden Buch und einer alten Fotografie versucht das Mädchen die Lebensgeschichte ihres Vaters zu rekonstruieren. Gemeinsam mit ihrer Freundin Leslie taucht sie in das rauschende London der 1980er Jahre ein, in dem der junge Giacomo einst in eine große Liebesgeschichte verwickelt war. (Inhaltsangabe: Heyne Verlag)

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Daniele Bresciani arbeitet seit 1989 als Journalist und lebte in den frühen 90er Jahren in London. Derzeit ist er stellvertretender Leiter der Vanity Fair Italia und hegt eine Leidenschaft für antike Bücher. „Ein Jahr wie dieses“ ist sein erster Roman und erschien 2013 in Italien.

Die Grundidee von Brescianis „Ein Jahr wie dieses“ verspricht eine gefühlvolle und bewegende Geschichte voller Drama und Herzschmerz, in der eine Tochter versucht mehr über die Vergangenheit ihres verstorbenen Vaters herauszufinden.

Ich wünsche mir so, dass sie meine Fehler nicht wiederholt, und würde ihr auch deshalb gerne von dir erzählen, von uns und unserer Liebe und wie es geschehen kann, dass man eine solch große Liebe erlebt und sie dann doch verrät.
(Seite 260)

Bresciani bedient sich geschickt zweier Handlungsstränge. In der Gegenwart muss sich Viola zunächst gegenüber ihrem Stiefbruder behaupten, bis sie auf ein Internat gebracht wird. Doch auch dort hat es Viola nicht leicht und findet nur Zugang zu ihrer Zimmerpartnerin Leslie, die sich nicht an „der Stummen“ zu stören scheint.

Während dieses Internatsaufenthalts erfährt sie dank Briefen und Aufzeichnungen immer mehr vom Leben ihres Vaters, von dessen erster Liebe, die er nie vergessen hat. Gerade diese Kapitel machen den eigentlichen Pluspunkt des Romans aus und Giacomo läuft Viola recht schnell den Rang als Hauptperson ab.

Das mag daran liegen, dass Viola trotz aller Mühen des Autors immer recht farblos bleibt. Ja, der Tod ihres Vaters hat sie traumatisiert, jedoch blieben ihre inneren Beweggründe und Gedanken oft eher flach und nicht nachvollziehbar – und das obwohl Viola mit dem Leser auf eben jener gedanklichen Ebene kommuniziert, und nicht im Rahmen der wörtlichen Rede.

Die Tage verstreichen gleichförmig, für mich ist es immer noch ein Leben wie auf einem anderen Planeten ohne Jahreszeiten und immer künstlichem Licht. Die Tage verstreichen und ringsherum nichts als dunkle steile Bergwände.
(Seite 70)

Ein Jahr wie dieses“ könnte eine ganze Bandbreite an Emotionen abdecken, hat die Idee hinter dem Roman doch großes Potential. Leider gelingt es Bresciani nicht, die nötige Tiefe aufzubauen, die eine solche Geschichte unbedingt benötigt um restlos zu begeistern.

Alles in allem bleibt „Ein Jahr wie dieses“ von Anfang bis Ende eher oberflächlich. Ein guter Roman, der zwar nicht langweilig ist, dem aber das gewisse – emotionale – Etwas fehlt, und bei dem Viola der Rang als Hauptcharakter vom eigenen Vater abgelaufen wird. Schade. Man hätte so viel mehr aus dieser Geschichte machen können.

Ein Jahr wie dieses von Daniele Bresciani
Ti volevo dire
416 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Heyne
Erschienen: November 2015
ISBN: 978-3-453-41928-5

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Heyne Verlag für das so freundlich zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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[Rezension] Katrin Zita: Die Kunst, allein zu reisen und bei sich selbst anzukommen

die kunst allein zu reisen

Einfach mal spontan die Koffer packen und mit niemandem Reiseziel und Programm abstimmen – wünschen wir uns das nicht alle hin und wieder? Reisejournalistin Katrin Zita macht gerne allein Urlaub und bricht mit dem Klischee, dass Soloreisende einsam sind. Sie zeigt, wie man die unterschiedlichsten Orte dieser Welt mit Leichtigkeit und Lebensfreude kennenlernt und dass man danach Souvenirs wie Selbstvertrauen und Selbstsicherheit im Gepäck hat. (Inhaltsangabe: Goldmann Verlag)

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Katrin Zita lebt abwechselnd in Wien und Berlin und arbeitet – nachdem sie jahrelang in der Baubranche tätig war – als Psychosozialer Coach für Hochbegabte und Hochsensitive und als Beraterin im Bereich Personal- und Persönlichkeitsentwicklung. Ihre Coachings bietet sie inzwischen sogar via Skype an. Neben „Die Kunst, allein zu reisen und bei sich selbst anzukommen“ hat sie weitere Bücher geschrieben, die sich mit Selbstfindung und Selbstverwirklichung beschäftigen: „Die Kunst, gemeinsam zu reisen und bei sich selbst zu bleiben„, „Die Kunst, eine glückliche Frau zu sein“ und „Digital Happiness: Online selbstbestimmt und glücklich sein„.

Veränderungen finden durch jeden neuen Impuls statt. Sie können sich aussuchen, wie sie diesen Prozess gestalten wollen.
(Seite 10)

Gleich zu Beginn: Wer hier einen Reiseführer erwartet mit Tipps und Tricks, wo Frauen entspannt und sicher alleine Urlaub machen können, ohne sich fehl am Platze zu fühlen, der ist hier an der falschen Adresse. Zwar bietet Zita in ihrem Buch durchaus Tipps und Checklisten, doch auf eine ganz andere Art und Weise.

Ganz klar steht bei „Die Kunst, allein zu reisen“ die Selbstfindung im Vordergrund. Das Reisen dient hier als Mittel zum Zweck, denn Reisen können inspirieren, Mut machen, neue Chancen eröffnen und Horizonte erweitern. Gleichzeitig zieht Zita immer wieder die Brücke zur eigenen, inneren Reise, zur Lebensreise und der Reise zu sich selbst. Das Reisen hilft, Grenzen und Wünsche kennenzulernen – ganz egal, ob man tatsächlich den Koffer packt und sich ins Abenteuer stürzt, oder das nur sinnbildlich im Rahmen der Selbstfindung tut.

Auf Reisen mit sich selbst und allein ist klar und ungeschminkt wahrnehmbar, welche körperlichen Empfindungen uns signalisieren, ob unsere Verhaltensmuster und der eigene Lebensstil gesund für uns sind. Die Zeit und Ruhe, die Konzentration auf sich selbst sind wertvolle Gaben für die Selbstbeobachtung.
(Seite 25)

Zita versucht sich als Ratgeberin und Helferin, eben ganz als Coach, auch in ihrem Buch. Sie selbst verfügt über ein gesundes Selbstbewusstsein und über genügend Freiraum, um sich ihr Leben tatsächlich so zu gestalten, wie sie es gerne hätte, auf ihren Biorhythmus zu hören und ihren Tagesablauf entsprechend anzupassen. Der „Normalo“, der eher an feste Arbeitszeiten gebunden ist, kann sich hier nur bedingt Lehren herausziehen.

Trotz der manchmal fast schon selbstherrlichen Art der Autorin bietet „Die Kunst, allein zu reisen“ einige schöne Anreize und erfüllt letztendlich, was es verspricht: Es inspiriert, macht der einen oder anderen Leserin sicherlich auch Mut, doch etwas Neues zu versuchen, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen und sich nicht dafür zu interessieren, ob die Leute komisch schauen, wenn man im Hotelrestaurant allein zu Abend isst, während an den anderen Tischen überall Paare und Familien sitzen.

Alleinsein kann eine außergewöhnliche und vor allem positive Unterstützung auf dem eigenen Lebensweg sein.
(Seite 60)

Zita schneidet viele Themen an, was an sich nicht schlecht ist, aber dafür wenig Tiefe bietet. Positiv sind aber die Checklisten am Ende eines jeden Kapitels, die noch einmal einzelne Tipps zusammenfassen und zusätzliche Anreize schaffen. Sehr ansprechend ist auch der Vorschlag der Autorin in der Einleitung, doch vielleicht nur vereinzelte Kapitel zu lesen – je nachdem welches Thema am ansprechendsten erscheint.

Der moderne Pilger macht sich nicht mehr auf den Weg, um Gott um Vergebung zu bitten. Er macht sich auf den Weg, um sich selbst und seinen Weg im Leben zu finden.
(Seite 182)

Die Kunst, allein zu reisen“ bietet einige nützliche Tipps zur Selbstfindung, zur Reise zu sich selbst, und beschreibt allerlei Souvenirs, die wir von einer solchen Reise mitbringen können: Selbstsicherheit, neue Erfahrungen und Freundschaften, Entscheidungskraft und immer wieder die Liebe – vor allem sich selbst gegenüber. Ein netter Ratgeber mit einigen persönlichen Anekdoten der Autorin, der auf jeden Fall den einen oder anderen Denkanstoß bietet.

Die Kunst, allein zu reisen und bei sich selbst anzukommen von Katrin Zita
240 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Goldmann
Erschienen: Januar 2016
ISBN: 978-3-442-17572-7

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Goldmann-Verlag für das so freundlich zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

goldmann

[Rezension] Paul Kalanithi: Bevor ich jetzt gehe

bevor ich jetzt gehe

Was macht das eigene Leben lebenswert? Was tun, wenn die Lebensleiter keine weiteren Stufen in eine vielversprechende Zukunft bereithält? Was bedeutet es, ein Kind zu bekommen, neues Leben entstehen zu sehen, während das eigene zu Ende geht? Bewegend und mit feiner Beobachtungsgabe schildert der junge Arzt und Neurochirurg Paul Kalanithi seine Gedanken über die ganz großen Fragen.  (Inhaltsangabe: Knaus Verlag)

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Paul Kalanithi studierte Englische Literatur und Biologie in Stanford, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie in Cambridge, um dann letztendlich an der Yale School of Medicine zu studieren. Er verschrieb sich der Neurochirurgie, machte in Stanford seine Facharztausbildung und erhielt für seine Forschung den höchsten Nachwuchsforscherpreis der American Academy of Neurological Surgery. Paul Kalanithi, Neurochirurg und Autor, verstarb mit nur 37 Jahren im März 2015, während der Arbeit an seinem Buch „Bevor ich jetzt gehe“ (Engl. „When Breath Becomes Air„).

Eine Schüssel voll Unglück serviert man am besten löffelweise. Nur die wenigsten wollen alles  auf einmal wissen, die meisten brauchen Zeit, um die Nachricht zu verdauen.
(Seite 85)

Er steht kurz davor seine Ausbildung zum Neurochirurgen zu beenden – eine der härtesten medizinischen Studienrichtungen überhaupt. Doch Paul Kalanithi scheut die Arbeit nicht. Er steht stundenlang, oft bis spät in die Nacht im OP und vollbringt Operationen, bei denen ein einziger Millimeter das Leben eines Menschen und sogar dessen Persönlichkeit komplett verändern kann. Er arbeitet oft mehr als 100 Stunden in der Woche, während seine Studienkollegen sich nach und nach anderen Felder der Medizin zuwenden, die humanere Arbeitsbedingung und bessere Bezahlung bieten.

Für Kalanithi ist die Medizin und die Neurochirurgie kein Beruf, sondern tatsächlich eine Berufung. Und immer wieder findet die Prägung seitens der eigenen Mutter, die ihn an die großen Poeten und Autoren herangeführt hat, ihren Weg in seine Arbeit und sein Denken. Er analysiert das Leben selbst, wendet sich philosophischen Fragen zu, und lässt somit nie ganz ab von seiner ersten großen Liebe, der Literatur.

Mehr als mein Studienerfolg trieb mich das Bestreben an, wirklich zu verstehen, was das menschliche Leben mit Sinn erfüllte. Noch immer fand ich, dass Literatur die besten Antworten darauf bereithielt, während die Neurowissenschaften ein sehr elegantes Regelwerk der Gehirntätigkeiten darstellten. Sinnhaftigkeit, wenn auch ein schlecht zu fassender Begriff, schien mir untrennbar mit zwischenmenschlichen Beziehungen und moralischen Werten verbunden zu sein.
(Seite 38)

Doch das fast schon heroische Selbstbild, das Kalanithi besonders im ersten Teil seines Buches darstellt, muss jäh weichen als er gezwungen ist vom Arzt zum Patient zu werden. Die andere Seite der Medaille zu sehen, sozusagen. Der Krebs, der nicht nur seine Lunge befallen hat, sondern auch seine Wirbelsäule verformt und seine Leber zerstört, schweißt ihn und seine Frau Lucy wieder stärker zusammen, befand sich die Beziehung doch in einer Krise, was nicht zuletzt an Kalanithis Arbeit lag.

Wie ein Läufer, der direkt hinter der Ziellinie zusammenbricht, wurde ich ohne die Pflicht, mich um Kranke zu kümmern, die Pflicht, die mich antrieb, zum Invaliden.
(Seite 110)

Immer wieder wird deutlich, wie schwer es Kalanithi fällt, sich auf einmal selbst in der Rolle des Patienten zu befinden. Sein Wissen um Therapiemöglichkeiten, um Statistiken und Lebensdauer, ist Fluch und Segen zugleich. Er klammert sich an Zahlen, an Fakten, die doch so viel verlässlicher sind als ein „wir werden sehen“ oder „vielleicht“, und will wissen, wie viel Zeit ihm tatsächlich noch bleibt.

Mit der Zeit jedoch beginnt Kalanithi zu verstehen, dass Zahlen und Termine – für den Arzt Anhaltspunkte zur Behandlung – nur wenig Bedeutung für den Patienten an sich haben. Er entdeckt seine Liebe zur Literatur und Philosophie wieder, will schreiben und beschließt, während er selbst mit der Erkenntnis konfrontiert wird in naher Zukunft aus dem Leben zu scheiden, ein neues Leben in die Welt zu setzen.

Alle Menschen unterliegen der Endlichkeit. Die meisten Pläne werden entweder verwirklicht oder aufgegeben, so oder so, sie gehören der Vergangenheit an. Die Zukunft, anstatt eine Leiter zu den Lebenszielen zu sein, verflacht zu immerwährender Gegenwart. Geld, gesellschaftlicher Status, all die menschlichen Eitelkeiten, haben so wenig Sinn – das alles ist bedeutungslos.
(Seite 165)

So ist „Bevor ich jetzt gehe“ zum einen ein Bericht von einem jungen Arzt in der Blüte seinen Lebens, an den Toren zu einer großen Karriere, der sich mit einer unausweichlichen Diagnose konfrontiert sieht, die ihn und seine Pläne komplett aus der Bahn wirft. „Bevor ich jetzt gehe“ ist aber zugleich ein Brief an die, die Paul zurücklassen muss – seine Frau, seine Eltern, seine Tochter. Ein Brief, in dem er Worte an seine Tochter richtet, die einem das Herz erweichen.

Bevor ich jetzt gehe“ ist vielleicht nicht das emotionalste Buch eines Menschen, der an einer unheilbaren Krankheit leidet. Es zeigt dafür aber deutlich, wie eine solche Krankheit das Leben verändern kann. So wird Kalanithi im Laufe seiner Geschichte klar, was für ihn wirklich wichtig ist. Er findet sein Glück, auf eine ganz spezielle Art und Weise. Und er lernt, die eigene Sterblichkeit zu akzeptieren und lernt, dass es nicht unbedingt so wichtig ist, wie lange wir leben, sondern wie wir leben.

Bevor ich jetzt gehe von Paul Kalanithi
When Breath Becomes Air
192 Seiten (Hardcover)
Übersetzung: Gaby Wurster
Verlag: Knaus
Erschienen: April 2016
ISBN: 978-3-8135-0725-6

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Knaus-Verlag für das so freundlich zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

knaus

[Rezension] Eleanor Catton: Die Gestirne

die gestirne

„Wir verbringen unser ganzes Leben damit, über den Tod nachzudenken. Ohne diese Unterhaltung würden wir uns vermutlich schrecklich langweilen. Wir hätten nichts, dem wir entgehen wollen, nichts, was wir verhindern wollten, und nichts, worüber wir uns Gedanken machten. Die Zeit hätte nichts zu bedeuten.“
(Seite 501)

In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond.
Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln. Und schon bald wird Moody hineingezogen in die rätselhaften Verstrickungen der kleinen Goldgräbergemeinde, in das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst. (Inhaltsangabe: btb Verlag)

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Eleanor Catton wurde in Kanada geboren, wuchs in Neuseeland auf und lebt nun in Auckland, wo sie Kreatives Schreiben unterrichtet – ein Fach das sie selbst ebenfalls studierte. Bereits ihr Debütroman „Anatomie des Erwachens“ wurde zahlreich ausgezeichnet. Mit ihrem zweiten Roman „Die Gestirne“ gewann sie 2013 den Man Booker Preis – als jüngste Autorin aller Zeiten.

Die Gedanken zu „Die Gestirne“ in Worte zu fassen fällt schwer, denn die Komplexität des Romans macht es leicht, zu viel zu verraten und der Geschichte den Zauber zu nehmen. So ist dies mehr ein Versuch, die Magie dieses Buches eher zu untermalen als zu stehlen, auch wenn man sich in Sachen Handlungsbeschreibung fast ausschließlich nur auf das erste Kapitel beschränken auch – und selbst das eigentlich schon zu viel ist.

Als gäbe es keine Beziehung zwischen dem Ich und dem Ich, als sähe man nur in den Spiegel, um die eigene Arroganz zu bestätigen, als wäre der Vorgang der Selbstbetrachtung nicht ebenso subtil, gefahrvoll und unbeständig wie jede Verbindung zwischen gleichbestimmten Seelen.
(Seite 17)

Genau wie Walter Moody – ein Schotte, der seinen Weg nach Neuseeland gefunden hat, und dessen persönliche Geschichte wie so viele andere Geschichten mit der Zeit erzählt wird – wird auch der Leser mitten hinein in eine höchst ungewöhnliche Versammlung geworfen, dessen Teilnehmer unterschiedlicher nicht sein könnten. Europäer, Einheimische, Chinesen. Goldgräber, Goldfeldbesitzer, Goldschmied, Hotelier, Bankier, Edelsteinsucher, Apotheker, Geistlicher, Spediteur, Gerichtsschreiber, Politiker, Zeitungsbesitzer – eine bunt gemischte Runde. Zwölf Männer, die eine gemeinsame Geschichte verbindet. Eine Geschichte, die wir als Leser gemeinsam mit Walter Moody langsam immer mehr aufdecken.

Allein der Auftakt zu Eleanor Cattons Roman macht deutlich, dass hier ganz besondere Geschehnisse in der Luft liegen. Jede Zeile vibriert förmlich vor Geheimnissen. Das wachsende Vertrauen der Männer in Moody eröffnet sowohl ihm als auch dem Leser die Chance, immer mehr Details kennenzulernen. Die Teilnehmer der „Gesprächsrunde“ erzählen nach und nach ihre Geschichte in der Hoffnung dass Walter Moody Licht ins Dunkel bringen und die richtigen Schlüsse ziehen kann.

Die normale Zeit konnte endlos vergehen, solange sein Geist sich dort befand. Es gab die große Welt vergehender Zeit und wandernder Sphären und daneben die kleine, unbewegliche Welt des Schreckens und Entsetzens; beide fügten sich ineinander, eine Sphäre innerhalb einer Sphäre.
(Seite 42)

Die Gestirne“ bietet ein reiches Spektrum. Betrug, Verrat, (verschmähte) Liebe, mysteriöse Todesfälle, Selbstmordversuche einer Hure, Zukunftsvisionen, all das und noch so viel mehr ist in Cattons Roman zu finden, der sich gleich von Beginn an als unglaublich komplex und durchdacht erweist. Jedes Detail scheint wichtig, in jedem Wort mag eine tiefere Bedeutung liegen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Weiß und Schwarz verschwimmen zunehmend, und liebenswerte Charaktere, die zunächst wie das Gute in Person wirken, können schnell ihre Schattenseiten aufweisen, während die eigentlichen Bösen sich doch eher in Grauzonen bewegen. Jeder einzelne Charakter, und mag seine Rolle zunächst noch so klein erscheinen, ist für die Struktur der Geschichte wichtig; so komplex wie ihre Handlung sind letztendlich auch Cattons Charaktere.

„Wir redeten allen möglichen Unsinn, und ich sagte etwas über unerwiderte Liebe, und er wurde sehr ernst und unterbrach mich und sagte, unerwiderte Liebe könne es nicht geben, denn das sei keine Liebe. Er sagte, Liebe müsse aus freien Dingen gegeben und aus freien Dingen angenommen werden, sodass die Liebenden in ihrer Vereinigung zwei Hälften zu etwas Ganzem machten.“
(Seite 730)

Zufall und Schicksal spielen eine große Rolle, deren immense Wichtigkeit allein schon durch die Struktur des Romans untermauert wird. Denn „Die Gestirne“ ist nicht nur eine komplexe, gut durchdachte Geschichte – der Roman ist ein Gesamtkunstwerk mit vielerlei astrologischen Details. Jeder Person ist ein Tierkreiszeichen oder ein Planet zugeordnet, die sich in den Kapitelüberschriften wiederfinden und einen Aufschluss darüber geben, wer oder was im nächsten Abschnitt eine wesentliche Rolle spielen wird. Die Länge der einzelnen Abschnitte halbiert sich stetig, für die Geschichte wichtige Momente finden zu astrologisch und astronomisch besonderen Zeiten statt. Wer sich hierfür interessiert, der wird bestimmt noch so einige andere Details entdecken, aber auch Laien, die mit Astrologie nichts am Hut haben, können den Roman trotz allem verstehen.

Auch der Schreibstil der Autorin trägt zum Zauber der Geschichte bei, und die Übersetzerin Melanie Walz hat ihr wirklich brillante Arbeit geleistet. Ihr ist es gelungen Cattons Stil beizubehalten – eine umfangreiche, anspruchsvolle Sprache, die fast schon so komplex ist wie der Roman selbst, sich aber trotzdem einen gewissen ironischen Ton bewahrt. „Die Gestirne“ ist keinesfalls ein Buch, das man leicht nebenbei lesen kann. Sowohl Handlung als auch der Schreibstil fordern die gesamte Aufmerksamkeit des Lesers, und das zu Recht.

Die einsamen Visionen, die noch einen Monat zuvor nur dem Träumer allein gehörten, nehmen nun Form und Substanz des Realen an. Wir haben uns selbst erschaffen, und wir werden uns auch das eigene Ende bereiten.
(Seite 679)

Die Gestirne“ ist ein komplexes Kunstwerk, detailreich und voller Spannung, das den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mit auf eine unglaubliche Reise voller Geheimnisse nimmt. Ein Roman voller unglaublicher, zufälliger und schicksalhafter Geschehnisse und Begegnungen, deren Zusammenhänge nach und nach enthüllt werden. Lügen und Wahrheit verbinden sich miteinander, nehmen Gestalt an und schaffen eine Geschichte, die viele Fragen aufwirft – aber auch genauso viele Fragen letztendlich beantwortet. „Die Gestirne“ fordert die gesamte Aufmerksamkeit des Lesers. Aber bleibt man dem Buch bis zum Ende treu, wird man nicht nur mit der Lösung belohnt, sondern auch mit dem Gefühl, etwas ganz besonderes gelesen zu haben.

Die Gestirne von Eleanor Catton
The Luminaries
1040 Seiten (Hardcover)
Übersetzung: Melanie Walz
Verlag: btb
Erschienen: November 2015
ISBN: 978-3-442-75479-3

Ich bedanke mich ganz herzlich beim btb Verlag für das so freundlich zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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