Rezensionen

[Kleine Leseeindrücke #3] Leah & Kate Rooper: Just One Of The Boys | George Saunders: Lincoln in the Bardo

Man begegnet ihnen öfter, diesen Büchern, zu denen man vielleicht doch gerne etwas sagen würde, aber bei denen die Gedanken nicht reichen für eine komplette Rezension. Viele von euch veröffentlichen kleine Sammelbeiträge, und ich springe auf den Zug einfach mal mit auf. In unregelmäßigen Abständen werde ich in den Kleinen Leseeindrücken meine Gedanken zu gelesenen Büchern notieren.


Leah & Kate Rooper: Just One Of The Boys

Alice Bell has one goal: to play for the elite junior hockey team the Chicago Falcons. But when she’s passed over at tryouts for being a girl, she’ll do anything to make her dream a reality…even disguising herself as her twin brother. With her amazing skills on the ice, Alice is sure she’ll fit in easily. That is, until she starts falling for one of her teammates…
Hayden Tremblay, star of the Falcons, can’t keep himself out of the penalty box. Constantly living in the shadow of his older brother, Hayden’s losing his passion for hockey. But when he gets shown up on the ice by the Falcons’ new rookie, Hayden’s determined to teach the kid a thing or two. Little does he guess that “Al’s” surprises on the ice are just the beginning. (Synopsis: Entangled Publishing)

Source: Entangled Teen

Die Grundidee dieses YA-Romans hat mich wirklich angesprochen – und ja, das Cover auch. Ich liebe alles was mit Schlittschuhen und Eis zu tun hat. Alice und Xander Bell sind Zwillinge und mit dem Eis groß geworden. Als Mann stehen Xander alle Möglichkeiten offen, darunter natürlich auch die NHL, Alice dagegen kann davon nur träumen. Selbst bei den Falcons wird sie abgelehnt, nachdem ihr Trainer herausfindet, dass sie ein Mädchen ist.

Mit Alice haben Leah und Kate Rooper ein starkes, junges Mädchen geschaffen, das für seine Träume kämpft, auch wenn die Ich-tue-so-als-wäre-ich-mein-Bruder-Nummer schon ein wenig grenzwertig ist, allerdings natürlich auch den Reiz dieser Geschichte ausmacht.

Just one of the Boys ist unterhaltsam, bietet den einen oder anderen Lacher und hat mir tatsächlich besser gefallen als erwartet, auch wenn doch gehörig in die Klischeekiste gegriffen wird. So steht Starplayer Hayden im Schatten seines erfolgreichen großen Bruders, Alice schwärmt natürlich sofort für den broody Hero, tragische Familiengeschichten kommen ebenfalls noch mit dazu. Trotz allem war das Buch eine nette Überraschung und hat mich gut unterhalten, vor allem auch weil ich es mag, wenn Vorurteile (Geschlechterrollen, sexuelle Orientierung u.ä.) in YA-Büchern angesprochen werden.

George Saunders: Lincoln in the Bardo

The American Civil War rages while President Lincoln’s beloved eleven-year-old son lies gravely ill. In a matter of days, Willie dies and is laid to rest in a Georgetown cemetery. Newspapers report that a grief-stricken Lincoln returns to the crypt several times alone to hold his boy’s body. From this seed of historical truth, George Saunders spins an unforgettable story of familial love and loss that breaks free of realism, entering a thrilling, supernatural domain both hilarious and terrifying. Willie Lincoln finds himself trapped in a transitional realm – called, in Tibetan tradition, the bardo – and as ghosts mingle, squabble, gripe and commiserate, and stony tendrils creep towards the boy, a monumental struggle erupts over young Willie’s soul. (Synopsis: Bloomsbury)

Source: Audible

Das Buch sieht man immer wieder, sei es auf Blogs oder anderen Social Media Plattformen, vor allem seitdem Saunders den Man Booker Preis 2017 gewonnen hat.

Das Konzept einzelne Charaktere in Dialogform bzw. in Form von „Zeugenaussagen“ – ich finde leider keine passendere Bezeichnung – erzählen zu lassen machte mich durchaus neugierig, aber das Audiobook hat mich dann erst so richtig gepackt, denn hier bekommen alle Personen ihre eigene Stimme verliehen. Und das sind über hundert Sprecher!

Zugegeben, zunächst hatte ich so ein paar Schwierigkeiten, doch nach einiger Zeit habe ich mich eingehört, und gerade die Stimmen der wichtigen Personen sind gut zu erkennen, vorausgesetzt man bleibt bei der Sache. Mit etwas knapp über 7 Stunden Hördauer ist das Hörbuch immerhin auch kein unbezwingbares Monster.

Die Story selbst zieht einen wohl auch aufgrund des Erzählstils in ihren Bann und berührt. Zum einen ist da natürlich die Trauer von Lincoln selbst im seinen Sohn, aber auch die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere, die im Bardo, einer Art Zwischenwelt, festhängen. Ich war auf jeden Fall gefesselt und kann nur sagen, dass Lincoln in the Bardo wohl zu recht Auszeichnungen und Aufmerksamkeit verdient hat.

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2 Gedanken zu „[Kleine Leseeindrücke #3] Leah & Kate Rooper: Just One Of The Boys | George Saunders: Lincoln in the Bardo“

  1. „Lincoln im Bardo“ – ich habe es in der deutschen Übersetzung gelesen – stelle ich mir als Hörbuch extremst fordernd vor. Und dann noch in der Originalversion … :-)

    Aber es hat mir – in Buchform – bemerkenswert gut gefallen!

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