[News] Der Nobelpreis in Literatur 2013 geht an Alice Munro

nobel-prize-literature2013
Quellen: Banner Nobelprize.org Biographie Wikipedia.org

Die Pressemittleilung vom 10. Oktober 2013 macht klar: In diesem Jahr geht der Literaturnobelpreis an die kanadische Schriftstellerin Alice Munro, der „Virtuosin der zeitgenössischen Novelle“ („master of the contemporary short story“).

Biographie
Alice Munro (geborene Alice Ann Laidlaw; * 10. Juli 1931 in Wingham, Ontario) ist eine kanadische Autorin. Mit ihrem umfangreichen erzählerischen Werk ist sie in Kanada und im angelsächsischen Sprachraum eine Bestsellerautorin. Munro wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2009 mit dem Man Booker International Prize. Am 10. Oktober 2013 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.[1] Alice Munro lebt in Ontario und in British Columbia.

Munro wuchs als älteste Tochter zusammen mit ihren beiden Geschwistern auf einer Silberfuchsfarm in Wingham auf. Als sie zehn Jahre alt war, erkrankte ihre Mutter an einer seltenen Form der Parkinson-Krankheit. Zwischen 1949 und 1951 studierte sie Journalismus an der University of Western Ontario. Aus Geldmangel brach sie ihr Studium ab, heiratete Jim Munro und gebar vier Töchter; eine davon starb kurz nach ihrer Geburt. Ihre Tochter Sheila Munro publizierte 2002 die Kindheitserinnerungen in Lives of Mothers and Daughters: Growing Up With Alice Munro. 1972 trennte sich Munro von ihrem Ehemann; 1976 heiratete sie den Geographen Gerold Fremlin.

Munro musste lange warten, bis eine erste Sammlung ihrer Erzählungen publiziert wurde. Ihr Debüt Dance of the Happy Shades wurde 1968 von der Kritik begeistert gefeiert und ausgezeichnet. Bisher sind 13 Bände mit Erzählungen und ein Roman entstanden. In The View from Castle Rock erzählt sie die Geschichte ihrer schottischen Vorfahren (ein entfernter Vorfahr ist der schottische Dichter James Hogg) sowie ihrer eigenen Kindheit und Jugend in Kanada.

Munro knüpft mit ihren Kurzerzählungen an die angelsächsische Tradition der Short Story an. Ihre Geschichten sind realitätsnah, abgründig, unsentimental und haben häufig einen offenen Schluss.

Eine kleine Auswahl der beim Fischerverlag erschienen Bücher von Alice Munro (mit wirklich wunderschönen Covern)

alice munro

Bibliographie

  • Dance of the Happy Shades 1968 (deutsch: Tanz der seligen Geister. Fünfzehn Erzählungen
  • Lives of Girls and Women 1971 (deutsch: Kleine Aussichten)
  • Something I’ve Been Meaning to Tell You 1974 (deutsch: Was ich dir schon immer sagen wollte)
  • The Moons of Jupiter 1977 (deutsch: Die Jupitermonde)
  • Who Do You Think You Are? 1978 (deutsch: Das Bettlermädchen: Geschichten von Flo und Rose)
  • The Progress of Love 1986 (deutsch: Der Mond über der Eisbahn)
  • Friend of My Youth 1990 (deutsch: Glaubst du, es war Liebe?)
  • Open Secrets 1994 (deutsch: Offene Geheimnisse)
  • The Love of a Good Woman 1998 (deutsch: Die Liebe einer Frau, und: Der Traum meiner Mutter)
  • Hateship, Friendship, Courtship, Loveship, Marriage 2001 (deutsch: Himmel und Hölle)
  • Runaway 2004 (deutsch: Tricks)
  • The View from Castle Rock 2006 (deutsch: Wozu wollen Sie das wissen?)
  • Too much happiness 2009 (deutsch: Zu viel Glück: Zehn Erzählungen)
  • Dear Life: Stories 2012
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s