[Rezension] Kim Harrison: Madison Avery – Der Tod trägt Turnschuhe

Madison Avery ist 17 Jahre alt, tot, und ganz plötzlich auch noch Zeitwächterin, und damit Oberhaupt der schwarzen Todesengel. Und eigentlich findet sie ihren neuen Job auch viel spannender als Schule.

Aktuell muss sie verhindern, dass ein Hacker einen Computervirus verbreitet, der letztendlich Menschenleben fordern soll. An sich nicht schlecht, doch da gibt es ein Problem. Gemäß den Konditionen ihres Jobs ist sie dafür zuständig, das Übel quasi mit der Wurzel zu beseitigen – sprich, den Schüler über den Jordan zu schicken, damit er nichts Böses anstellen kann. So lauten die himmlischen Regeln.

Doch Madison will beweisen, dass es auch anders geht. Und schon bricht das Chaos los. Leider hat sie nämlich so gar keine Ahnung, wer der Hacker ist und wie sie ihm erklären soll, wer sie ist und ihn zu überzeugen, von seinen Plänen abzulassen. Und obendrein sitzt ihr nicht nur Barnabas im Nacken, der ihren Plan zumindest unterstützt, sondern auch Todesengel Nakita. Und die will nur eines: Die Sense schwingen. Wird es Madison gelingen, die ganze Geschichte in die richtigen Bahnen zu lenken?

Der Tod trägt Turnschuhe“ ist der zweite Band der Madison-Avery-Reihe von Kim Harrison.

Gleich zu Beginn ist mir eines aufgefallen: Der Einstieg in die Geschichte verläuft um einiges einfacher als noch beim ersten Band, und auch Nichtkenner von „Totgeküsste leben länger“ werden sich, denke ich, gut in die Handlung hineinfinden können.

Von der ersten Seite an hat die Geschichte einen gewissen Schwung, und Zeit zum Luftholen findet sich kaum. Man begleitet Madison und Co. auf ihrer Mission, den gefährlichen Hacker aufzuhalten und ihn zu überzeugen, sein Handeln zu überdenken. Und das alles ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Ron, der weiße Zeitwächter, könnte Madison immer noch dazwischen funken.

Die Charaktere wachsen einem immer mehr ans Herz. Madison hat nicht mehr ganz so viele nervige Ausdrücke auf Lager und auch Schutzengelchen Grace tritt mit ihren Reimen mehr in den Hintergrund. Auch die beiden Engel Barnabas und Nakita werden sympathischer und glaubhafter, da mehr Wert auf ihre charakterlichen Facetten gelegt wird.

Alles in allem ist der gesamte Ton des Buches ernster als noch in Band eins, was ich persönlich aber eher als Verbesserung ansehe. Passend dazu ist auch Harrison’s Schreibstil nicht mehr ganz so gewollt jugendlich, aber immer noch locker-frisch und leicht zu lesen.

Der Tod trägt Turnschuhe“ ist eine sehr gelungene Fortsetzung, ernster zwar, aber trotzdem nicht humorlos und spannend bis zur letzten Seite.

bewertung 3 sterne

Der Tod trägt Turnschuhe (Madison Avery 2) von Kim Harrison
291 Seiten (Broschiert)
Verlag: Loewe
Erschienen: Januar 2011
ISBN: 978-3785571972
12,95 €

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Loewe-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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