[Rezension] Lara Adrian: Geschöpf der Finsternis – Midnight Breed 3

Elise Chase hat alles verloren, das ihr jemals etwas bedeutete. Ihr Mann starb bereits vor Jahren, und nun ist auch ihr Sohn der Blutgier zum Opfer gefallen und  nicht mehr am Leben. Doch anstatt in völliger Trauer zu versinken, hat sie nur eines im Sinn: Rache. Den Schutz ihres Dunklen Hafens verlassend geht sie auf die Jagd nach Lakaien, den seelenlosen menschlichen Dienern eines Vampirs.

Als sie bei einem ihrer Streifzüge plötzlich drei Rogues gegenübersteht, wird sie in letzter Sekunde von Tegan gerettet, einem Gen-Eins-Vampir und Mitglied des Bostoner Kriegerordens. Der gefühlskalte und unnahbare Stammesvampir versteht Elise’s Beweggründe, kann aber nicht zulassen, dass sie sich weiter diesem Selbstmordkommando verschreibt.

Als Elise zufällig eine wichtige Sendung für einem Vampirlord abfängt, finden sich neue Hinweise auf Marek, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine riesige Rogue-Armee aufzubauen. Die Spur führt nach Berlin, und Tegan ist gezwungen, Elise auf dieser Mission als seine Begleitung zu akteptieren. Beide ahnen nicht, von welchem Ausmaß das Geheimnis ist, das sie hier aufdecken werden. Und auch nicht, welche Auswirkungen die Reise an sich haben wird. Denn Tegan und Elise fühlen sich auf seltsame Weise zu einander hingezogen…

Geschöpf der Finsternis“ ist der dritte Band der Midnight-Breed-Reihe von Lara Adrian.

Wie bereits in den anderen Bänden der Reihe folgt die Autorin auch hier ihrem typischen Schema: Krieger trifft Frau, und obwohl er sich absolut nicht binden will, verliebt er sich letztendlich doch in sie. Punkt.

Allerdings ist hier das Grundkonstrukt etwas komplizierter. Elise trägt schwer an ihrer Vergangenheit, dem Verlust ihres Mannes und ihres Sohnes, und leidet an ihrer empathischen Gabe, die nun, da kein Stammesblut mehr durch ihre Adern fließt, stärker zuschlägt denn je.

Tegan wirkt nach außen gefühlskalt, ohne jegliche Regungen. Doch auch er hat seine Gründe, die ihn so werden ließen wie er ist, auch wenn ich diese hier nicht weiter erläutern will.

Beide Charaktere sind also nicht unbedingt einfach zu handhaben, jeder ist auf seine Weise kompliziert, und genau das wirkt sich auf die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen den beiden aus.

Adrian’s Stil ist gewohnt flüssig und leicht, und macht einem das Eintauchen in diese Welt sehr einfach. Die erotischen Szenen sind recht spärlich, allerdings fühlt man dieses Prickeln zwischen den beiden Hauptpersonen sehr deutlich, was ich persönlich sogar gelungener finde als sofortiges Zur-Sache-Kommen. Auch die Formulierungen innerhalb der wenigen Erotikparts sind nicht ganz so ungünstig gewählt wie in manch anderen Bänden der Reihe.

Neben der Geschichte um Tegan und Elise kommt auch gehörig Schwung in die Hintergrundgeschichte um Marek, den erklärten Feind des Ordens, was für die nötige Spannung sorgt.

Kurz, nichts hochwertiges, aber „Geschöpf der Finsternis“ ist perfekt geeignet für ein locker-leichtes, kurzweiliges Lesevergnügen. Und irgendwie hat die Reihe ja doch Suchtfaktor. ^^

bewertung 2 sterne

Geschöpf der Finsternis (Midnight Breed 3) von Lara Adrian
Midnight Awakening
416 Seiten (Broschiert)
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: April 2008
ISBN: 978-3802581328
9,95 €

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Lara Adrian: Geschöpf der Finsternis – Midnight Breed 3

  1. Den Band hier mochte ich bisher am liebsten. ^^ Ich bin, glaub ich, nur bis Band 5 oder 6 gekommen….ich meine, Band 5 fand ich so grottig schlecht….

    Aber für zwischendurch ganz nett. ^^

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