[Rezension] Kim Harrison: Madison Avery – Totgeküsste leben länger

Madison Avery, 17, kann ihr Pech kaum fassen: Da knutscht sie einmal mit einem schnuckeligen Typen und dann entpuppt der sich als Zeitwächter, der in Wirklichkeit älter als ein Dinosaurier ist. Obendrein bringt Methusalem sie auch noch um die Ecke, allerdings so dilettantisch, dass Madison immer noch auf der Erde wandelt, anstatt in Ruhe die Radieschen von unten zu betrachten. Schuld an dem ganzen Schlamassel ist der Engel Barnabas, der eigentlich auf sie hätte aufpassen sollen.

Doch nicht nur dass Madison jetzt praktisch tot ist. Dem hinterlistigen Zeitwächter hat sie nämlich sein mächtiges Amulett entwendet. Und genau das will er jetzt zurück. Er hetzt sogar seine Horden auf Madison’s Mitschüler Josh. Gemeinsam mit dem Schutzengelchen Grace versucht sie zum einem Josh’s Leben zu schützen, zum anderen den Zeitwächter endlich loszuwerden.

In einem Kampf zwischen weißen und schwarzen Engeln, freiem Willen und Schicksal muss sich Madison nicht nur einer mächtigen Gefahr stellen, sondern sich auch klar darüber werden, wem sie überhaupt noch vertrauen kann…

Totgeküsste leben länger“ ist der erste Band der Madison-Avery-Reihe von Kim Harrison.

Gleich zu Beginn wird man mitten in die Geschichte hineingeworfen, trifft auf Barnabas und Madison im Rahmen einer Wie-rette-ich-Menschen-Mission. Der Hintergrund zu Madison’s Schicksal wird es nach und nach geliefert, was allerdings dem Verständnis der Handlung keinesfalls schadet.

Passend zur eigentlichen Zielgruppe des Buches (ca. 12-jährige) ist der Schreibstil jugendlich frisch. Schachtelsätze und komplizierte Formulierung werden vermieden. Genauso legt Hauptperson Madison ein sehr peppiges Vokabular an den Tag, Ausdrücke wie „Heilige Makrele“ und ähnliches sind keine Seltenheit.

Für den Humor ist also gesorgt, ganz besonders auch durch Schutzengelchen Grace, das stets mit wunderlichen Reimen und Scherzen von sich reden macht, und dem Leser doch ab und an ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Allerdings erschien mir das Ganze ab und an zu erzwungen, zu gewollt. So können sowohl Madison’s Ausdrücke, als auch Grace‘ Reime mit der Zeit doch etwas nerven.

Und obwohl es einige Zeit braucht sich mit den Charakteren zu identifizieren, sind sie doch alle eigentlich recht liebenswert.

Kurz, die Geschichte hat Potential, und ganz besonders innerhalb der letzten 100 Seiten kommt einiges an Schwung und eine unerwartete Wendung ins Spiel, die einen neugierig machen auf die Fortsetzung.

Totgeküsste leben länger“ ist humorvoll, frisch, übernatürlich und ein solider Auftakt für diese Buchreihe.

bewertung 3 sterne

Totgeküsste leben länger (Madison Avery 1) von Kim Harrison
293 Seiten (Broschiert)
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2010
ISBN: 978-3785571415
12,90 €

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