[Rezension] Lynn Raven: Der Kuss des Dämons

Seitdem ihre Eltern kurz nach ihrer Geburt bei einem Raubüberfall getötet wurden, lebt Dawn bei ihrem steinreichen Onkel Samuel in einem kleinen Nest namens Ashland Falls. Gerade erst hat sie es geschafft sich ein bisschen aus ihrem goldenen Käfig zu befreien und wird nicht mehr ständig von Leibwächtern und Chauffeur begleitet, da begegnet ihr der Neue an der Highschool: Julien DuCraine. Dieser hat bereits nach kurzer Zeit den Ruf eines Herzensbrechers, und verhält sich äußerst arrogant und unfreundlich. Doch dann rettet er Dawn das Leben, als diese fast von einem herabstürzenden Balken in einem baufälligen Theater erschlagen wird.

Dawn beginnt sich nach mehreren seltsamen Begegnungen zu fragen, was Julien wohl verbergen mag. Als Julien bei einem Experiment im Chemieunterricht verletzt wird, bringt Dawn ihn trotz einiger Proteste nach Hause. Es beginnt sich etwas zwischen den Beiden anzubahnen und es stellt sich heraus, dass Julien tatsächlich Gefühle für Dawn hat.

Nach einigem Hin und Her gelingt es ihnen endlich, ihr Glück zu genießen. Doch dann kommt ein altes Familiengeheimnis ans Tageslicht, dass sich für das junge Paar als lebensgefährlich erweist…

Der Kuss des Dämons“ von Lynn Raven erschien bereits 2008 bei Ueberreuter, und liegt nun als Taschenbuchausgabe beim cbt vor.

Gleich zu Beginn sind mir einige Gemeinsamkeiten mit der wohlbekannten Vampir-Reihe von Stephenie Meyer aufgefallen. Ein großer Teil der Geschichte läuft nach dem Edward-Bella-Schema ab, was denke ich jedem auffallen wird, der dieses Buch liest und gleichzeitig die Twilight-Reihe kennt (wobei es schon reichen würde den ersten Band gelesen zu haben).

Immerhin schafft es die Autorin, im Verlauf der Handlung einen anderen Weg einzuschlagen, und somit ihrem Roman nicht zu einer Kopie bereits bekannten Stoffes zu machen. Trotz allem ist die gesamte Geschichte sehr vorhersehbar. Ich für meinen Teil habe mir schon nach wenigen Seiten zusammen gereimt, worauf letztendlich alles hinauslaufen wird. Und meine Ahnungen wurden ja auch bestätigt.

Lynn Raven’s Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm, und teilweise war mir Dawn, aus deren Perspektive „Der Kuss des Dämons“ erzählt wird, auch recht sympathisch. Allerdings habe ich etwas Zeit gebraucht, um ansatzweise mit den Charakteren warm zu werden, denn gerade zu Beginn wirft die Autorin quasi mit Namen um sich. Mit der Zeit hat sich das aber normalisiert, vor allem da sich die Handlung bald schon nur noch um Dawn und Julien drehte.

An sich ist „Der Kuss des Dämons“ kein schlechter Roman, und ich werde mir auch den zweiten Teil der insgesamt auf drei Bände ausgelegten Reihe, „Das Herz des Dämons„, der im Februar 2011 als Taschenbuch erscheint, zu Gemüte führen. Vielleicht bin ich es langsam einfach nur noch leid, Romane zu lesen die sich an dem Verkaufsschlager von Stephenie Meyer orientieren. Wer aber diese Art von Geschichten mag, wird mit „Der Kuss des Dämons“ bestimmt keinen Fehler machen. Auch wenn ich die Titelwahl etwas ungünstig finde, denn letztendlich geht es ja doch wieder um Vampire…

bewertung 2 sterne

Der Kuss des Dämons von Lynn Raven
336 Seiten (Broschiert)
Verlag: cbt
Erschienen: März 2010
ISBN: 978-3570305546
7,95 €

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