[Rezension] Sebastian Fitzek: Der Augensammler

Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Erst tötet er die Mutter der Familie und bringt die Kinder an einen nur ihm bekannten Ort. Dem Vater wird ein Ultimatum gestellt. Findet er die Kinder nicht in der vorgegebenen Zeit, müssen sie sterben. Die Kinderleichen haben stets eines gemeinsam: Ihnen fehlt ein Auge.

Alexander Zorbach, einst Polizist, arbeitet nun bei einer Zeitung und berichtet über den „Augensammler“. Immer mehr verstrickt er sich in diese Geschichte und steckt plötzlich mitten im neusten Spiel des Augensammlers. Begleitet von der blinden Physiotherapeutin Alina, die behauptet, den Augensammler erst kürzlich behandelt zu haben und Hinweise zum Tathergang zu haben scheint, beginnt er seine Jagd. Denn auf einmal ist er der Verdächtige Nummer Eins innerhalb der Polizei.

Mit der Polizei im Rücken kämpft Zorbach gegen das Ultimatum an, um die Kinder zu finden und seine Unschuld zu beweisen. Doch die Zeit läuft gnadenlos gegen ihn…

Mein erster Roman von Sebastian Fitzek, und dann auch noch ein Roman aus einem Genre, mit dem ich sonst wirklich nicht viel am Hut habe.

Der Augensammler“ ist interessant aufgebaut, man beginnt quasi beim Epilog, und arbeitet sich langsam vor bishin zur ersten Seite, zur Auflösung der Geschichte…oder doch nicht? Denn das Ende ist gleichzeitig der Beginn einer neuen Geschichte, eines neuen Falls, eines neuen Spiels.

Allerdings verläuft die Geschichte sehr vorhersehbar ab, dramatische Wendungen gibt es kaum, und um wen es sich beim Augensammler wirklich handelt, habe ich schon nach der ersten Hälfte des Buches geahnt.

Fitzek schreibt angenehm flüssig, die Perspektivwechsel zwischen Zorbach, Alina, und dem Kind im Versteck des Augensammlers sorgen für die nötige Spannung, auch wenn ich den riesigen Hype um dieses Werk nicht komplett verstehen kann. Vielleicht weil Psychothriller und ähnliches einfach nicht mein Genre sind. Außer die Werke von Dan Brown habe ich nicht viel gelesen, das auch nur ansatzweise in diese Richtung zielt.

An sich ist „Der Augensammler“ bestimmt kein schlechtes Buch, nur eben nicht meins. Aber ich denke Fans des Autors und des Genres werden ihre Freude daran haben.

bewertung 3 sterne

Der Augensammler von Sebastian Fitzek
448 Seiten (Hardcover)
Verlag: Droemer/Knaur
Erschienen: Juni 2010
ISBN: 978-3426198513
16,95 €

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3 Gedanken zu “[Rezension] Sebastian Fitzek: Der Augensammler

  1. Endlich mal eine Rezi, die nicht auf den Hype um das Buch anspringt!

    Ich hab bisher noch nie etwas von dem Autor gelesen, doch mir ist der Hype um dieses Buch vor allem durch Lovelybooks aufgefallen.

    Aber ich glaube, meins ist es auch nicht. Ich lese nicht so gerne solche Psychothriller, auch wenn ich sehr offen für Autoren bin, von denen ich bisher nichts gelesen habe. Aber solche Themen beschäftigen mich dann meist zu sehr….

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