[Rezension] Lauren Kate: Engelsnacht

Lucinda „Luce“ Price ist 17, als der Junge in den sie verknallt ist bei ihrem ersten Kuss mysteriöser Weise in Flammen aufgeht. Luce gibt insgeheim den Schatten die Schuld, die sie schon immer verfolgen. Trotzdem wird sie nach Sword & Cross geschickt, eine Art Besserungsanstalt für Jugendliche. Dort freundet sie sich mit Arriane und Penn, dem einzigen Mädchen, das nicht vorbestraft ist, an und erträgt den langweiligen Unterricht in stickigen Räumen und die komplette Überwachung der gesamten Anlage.

Als sie jedoch auf Daniel Grigori trifft, steht ihre Welt plötzlich Kopf. Sofort fühlt Luce sich zu ihm hingezogen, hat das Gefühl, ihn schon von früher zu kennen. Daniel allerdings scheint nicht das geringste Interesse an ihr zu haben, weicht ihr aus wo er nur kann. Gleichzeitig versucht Cam das Herz von Luce zu gewinnen und umwirbt sie nach allen Regeln der Kunst. Luce ist hin- und hergerissen zwischen den beiden Jungen. Der eine will sie, doch sie selbst ist sich nicht sicher. Der andere will nichts von ihr wissen – oder doch?

Geplagt von seltsamen Träumen gerät Luce immer tiefer hinein in eine fast schon mystische Geschichte, in der nichts und niemand das zu sein scheint, was er vorgibt…

Mit „Engelsnacht“ liegt der Auftakt einer mehrteiligen Fantasy-Reihe von Lauren Kate nun auch auf Deutsch vor.

Nachdem Vampire den Romantasy-Bereich zu dominieren schienen, ist nun das Thema Engel (neben Feen) auf dem Vormarsch.  Lauren Kate versucht nun diese mystischen Gestalten in eine Geschichte um Wiedergeburt und unsterbliche Liebe einzufügen – wie sollte es auch anders sein.

Was zunächst nach einem recht interessanten Plot klingt, entpuppt sich in der Realität als recht langatmiges und eher flaches Werk und wirkliche Höhepunkte und Spannungsbögen. Der eigentliche Ausgang der Geschichte sowie die „Geheimnisse“ einiger Charaktere war mir schon nach dem ersten Drittel klar. Auch braucht die gesamte Handlung sehr lange um in Schwung zu kommen. Kate hält sich mit Nichtigkeiten und wiederholten Beschreibungen der immer gleichen Situation auf.

Auch der Schreibstil der Autorin trägt nicht unbedingt zur Besserung bei, teilweise gibt es einige sehr „interessante“ Wortschöpfungen und auch die Satzstellung an sich ist manchmal eher putzig.

Die Charaktere bleiben flach und agieren fast schon klischeehaft, was es mir recht schwer gemacht hat, Sympathien zu den einzelnen Personen aufzubauen. Und es ist mir auch nicht gelungen.

Das Buch präsentiert sich mit einem wirklich gelungenem Cover, was allerdings nicht darüber hinwegtäuscht, dass der Klappentext hier wieder einmal mehr versprochen hat als das Buch letztendlich zu bieten hat. Gut 100 Seiten weniger, etwas mehr Spannung und weniger Klischees hätten „Engelsnacht“ bestimmt gut getan.

bewertung 2 sterne

Engelsnacht von Lauren Kate
448 Seiten (Hardcover)
Verlag: cbt
Erschienen: August 2010
ISBN: 978-3570160633
17,99 €

Ich bedanke mich ganz herzlich beim cbt für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Lauren Kate: Engelsnacht

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