[Rezension] Kai Meyer: Die Wasserweber

Achtung: Wer die beiden Vorgängerbände „Die Wellenläufer“ und „Die Muschelmagier“ noch nicht gelesen hat, für den könnte diese Rezension Spoiler enthalten.

Der Seesternstadt Aelenium steht Krieg bevor. Der Mahlstrom, der selbst das Mare Tenebrosum in seine Schranken weist und nun eigenen Zielen folgt,  sammelt seine Klabauterheere und entsendet sie, um Aelenium endgültig zu stürzen. Piratenprinzessin Soledad, Kapitän Walker und Steuermann Buenaventure kämpfen an forderster Front, um die Stadt zu verteidigen. Gleichzeitig kämpfen vor der Nebelwand, die Aelenium umgibt, die Piratenkapitäne der Antillen gegen die Flotte des Kanibalenkönigs Tyrone, der sich mit dem Mahlstrom verbündet hat.

Alle Hoffnung ruht auf den beiden Wellenläufern Jolly und Munk. Die beiden sind auf dem Weg zum Schorfenschrund, an dem der Mahlstrom aus einer riesigen Muschel entspringt. Ihr Ziel ist es, den mächtigen Mahlstrom wieder in seiner Muschel einzusperren. Ihr Weg führt sie durch Felslabyrinthe und weite Ebenen bishin zu den Trümmern einer Korallenstadt. Dort treffen sie auf das Mädchen Aina, eine Wellenläuferin, die seit tausenden von Jahren vom Mahlstrom gefangen gehalten wurde und nun fliehen konnte. Gemeinsam brechen sie auf zum letzten Gefecht.

Doch Jolly hegt Zweifel. Zum einen fürchtet sie sich vor Munk, der sich sehr verändert hat, zum anderen glaubt sie, dass Aina etwas vor ihnen verbirgt.

Der Kampf nähert sich seinem großen Finale, das selbst Götter auf den Plan ruft und Jolly sieht sich mit einer unglaublichen Wahrheit konfrontiert. Wird es gelingen, den Mahlstrom zu besiegen? Oder sind Aelenium und die Welt ihrem Untergang geweiht?

Mit „Die Wasserweber“ liegt der dritte und somit letzte Teil von Kai Meyer’s Wellenläufer-Reihe vor.

In seinem gewohnt fesselnden Schreibstil präsentiert er dem Leser hier einen wirklich gelungenen, stimmigen Abschluss seiner Geschichte um die Wellenläufer und die Seesternstadt Aelenium. Alles nimmt nochmal eine fast schon unerwartete Wendung, zwar nicht das große Drama, das ich mir erhofft hatte, allerdings doch spannend bis zum Schluss.

Geheimnisse werden gelüftet, doch einige Handlungsstränge werden meiner Meinung nach nicht genügend zu Ende geführt. So ist nicht ganz klar ob Soledad wirklich Piratenkaiserin wird, gleichzeitig kommt der Konflikt zwischen Jolly und Munk zu kurz. Gerade aus Munk hätte man noch einiges herausholen können.

Die Wasserweber“ ist ein kurzweiliger Lesespaß, ein gelungener Abschluss für eine recht gute Trilogie, die aber nicht an seiner Trilogie um Merle und „Die fließende Königin“ heranreicht. Originelle Ideen, Spannung, Mythen und recht sympathische Charaktere. Lesenswert, mit einigen kleinen Schwächen.

bewertung 4 sterne

Die Wasserweber von Kai Meyer
436 Seiten (Broschiert)
Verlag: Loewe
Erschienen: Juni 2009
ISBN: 978-3785565445
9,95 €

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