[Rezension] Kai Meyer: Arkadien erwacht

Rosa Alcantara kehrt auf Bitten ihrer Schwester in das Heimatland ihrs Vaters Sizilien zurück. Ihr kommt der Tapetenwechsel ganz gelegen, so kann sie sich ablenken und vergessen was geschehen ist; ein neues Leben beginnen.

Auf ihrem Flug trifft sie auf Alessandro. Die Beiden sind sich auf seltsame Weise sympathisch, doch die potentielle Freundschaft ist von Seiten ihrer Familien nicht gern gesehen. Denn Rosa und Alessandro sind die Erben zweier verfeindeter sizilianischer Mafia-Familien, und nur das Konkordat verhindert, dass offensiv gegen die andere Partei vorgegangen wird.

Eine schwierige, feine Liebesgeschichte beginnt. Rosa muss feststellen, dass Alessandro nicht das ist was er zu sein scheint. Und auch in ihr selbst schlummert ein unheimliches Erbe. Die Beiden sind in großer Gefahr, und Rosa ist sich immer noch nicht sicher, ob sie Alessandro wirklich vertrauen kann…

Kai Meyer’s neustes Werk „Arkadien erwacht“ kommt sehr langsam in Schwung. Der Fantastische Teil, den wir von ihm doch so gewohnt sind, lässt recht lange auf sich warten, doch dann entführt Meyer den Leser in eine Welt voller alter Mythen und scheinbar vergessener Dynastien.

Die Liebesgeschichte zwischen Alessandro und Rosa erinnert schwer an Romeo und Julia, und verläuft leidenschaftlicher und um einiges weniger platonisch, als man es sonst aus Meyer’s Jugendromanen kennt.

Ich selbst hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Aufgrund all der Lobeshymnen habe ich mehr erwartet als mir letztendlich geboten wurde. Das Buch ist nicht schlecht, aber ich habe von Kai Meyer einfach schon besseres gelesen.

Nichtsdestotrotz erwartet den Leser hier eine Geschichte voller Liebe, Intrigen, Verrat und Gefahr; die Idee die Handlung mitten hinein in die sizilianische Mafia zu legen ist nett und gibt der ganzen Sache noch ein bisschen zusätzliche Würze.

Lesenswert, jedoch nicht außergewöhnlich gut oder ähnliches. Trotzdem vom Schreibstil her wieder typische Kai Meyer; ein Stil, der einen in seinen Bann zieht und einen quasi zwingt weiterzulesen (wenn man denn den schleppenden Beginn der Geschichte überstanden hat).

Der Folgeband „Arkadien brennt“ erscheint Ende September 2010.

bewertung 3 sterne

Arkadien erwacht von Kai Meyer
416 Seiten (Hardcover)
Verlag: Carlsen
Erschienen: Oktober 2009
ISBN: 978-3551582010
19,90 €

Advertisements

3 Gedanken zu “[Rezension] Kai Meyer: Arkadien erwacht

  1. Ich finde es interessant deine Rezension zu lesen, da dieses Buch für mich ja das erste Buch von Kai Meyer war und ich es toll fand. 😉 Aber ich glaube, es ist wie mit jedem Autor, von dem man ja schon einige Bücher kennt, dann sieht man das ja wesentlich differenzierter. Ich werde auf jeden Fall mal noch ein paar andere von ihm lesen!

    • Meinen ersten Kontakt mit Kai Meyer hatte ich mit 14/15 Jahren als ich den ersten Teil seiner Merle-Trilogie gelesen habe (Die fließende Königin, Das steinerne Licht, Das gläserne Wort). Ein Buchreihe bei deren letzten Band ich wirklich Tränen in den Augen hatte…
      Danach folgten zwei weitere Trilogien (Wellenläufer, Wolkenvolk), und ein paar seiner historischen Sachen.
      Den ersten Band der Sturmkönige-Reihe habe ich jetzt auch hier liegen.
      Aber die Trilogie um Merle kann ich dir wirklich ans Herz legen. ^^

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s