[Rezension] Rachel Hawkins: Hex Hall – Wilder Zauber

Sophie Mercer ist 16 und mit ihrer Mutter nun bereits zum 19. Mal umgezogen. Der Grund? Nun, Sophie ist eine Hexe und gerät aufgrund ihrer magischen Kräfte ab und an in Schwierigkeiten. Nachdem ein missglückter Liebeszauber in einer kompletten Katastrophe endet, wird Sophie nach Hecate Hall, eine Art Besserungsanstalt für auffällig gewordene junge Prodigien, magische Wesen, geschickt.

Dort angekommen teilt sich Sophie ein Zimmer mit Jenna, der einzigen Vampirin auf Hex Hall, wie die Schüler das Internat nennen, und die so gar nicht der Vorstellung von Vampiren entspricht, die Sophie bisher hatte. Stattdessen liest Jenna Mangas und hat eine ausgesprochene Vorliebe für Pink.

Schnell versucht ein Zirkel dunkler Hexen Sophie für sich zu gewinnen, und noch dazu verliebt sich Sophie in Archer Cross, einen mehr als gut aussehenden Hexer. Nur leider ist der eigentlich mit Elodie zusammen, der Vorsitzenden des Hexenzirkels, was Sophie nicht unbedingt beliebter macht.

Als auf dem Campus einige Hexen mit zwei Löchern im Hals und einem beträchtlichen Blutverlust aufgefunden werden, versucht man schnell Jenna die Schuld in die Schuhe zu schieben. Doch Sophie ist überzeugt von der Unschuld ihrer Freundin. Doch wenn Jenna die Mädchen nicht angegriffen hat, wer oder was war es dann? Gleichzeitig wird die magische Gemeinschaft von der L’Occhio di Dio, dem Auge, bedroht, die es sich zur Aufgabe gemacht hat alle magischen Wesen zu jagen und zu vernichten. Es wächst der Verdacht, dass das Auge näher an die Mauern von Hex Hall heran gekommen ist, als bisher geahnt.

Bald schwebt Sophie in höchster Gefahr und erfährt Dinge über ihre Familie, die sie sich nie hat träumen lassen…

Als ich die Inhaltsangabe zu „Hex Hall“ gelesen habe, dachte ich kurz: Harry Potter meets Bibi Blocksberg – nur etwas erwachsener. Allerdings wurde ich doch recht positiv überrascht.

Rachel Hawkins legt mit „Hex Hall“ ein wirklich gelungenes Debüt vor. Sophie wächste einem schnell ans Herz, ganz besonders auch, da der Roman aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Hawkins Schreibstil ist angenehm locker, jung und frisch, eben passend für eine 16-jährige Protagonistin.

Allerdings fehlt auch hier die obligatorische Allzweckwaffe nicht: Vampire und Werwölfe. Wie aber schon erwähnt ist Jenna keinesfalls der typische, düstere Vampir, besonders da ihr Zimmer auch eher so aussieht als wäre es vom „unehelichen Balg von Barbie und einem Erdbeertörtchen“ eingerichtet worden, und letztendlich domineren in „Hex Hall“ ganz klar die Hexen das Geschehen.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Zwar konnte ich mir einige Dinge schon zusammenreimen bevor sie im Buch zur Sprache kamen, das Ende allerdings hatte ich so keinesfalls erwartet oder erahnen können, besonders was die Familiengeschichte Sophie’s betraf. Und noch etwas: Ich finde des Coverdesign wirklich sehr gelungen.

Kurz, ich freue mich auf den zweiten Band „Hex Hall – Dunkle Magie„, der aber erst im März 2011 hier erscheinen wird und kann bis dahin „Hex Hall“ guten Gewissens jedem empfehlen, der eine Vorliebe für Magie-Internate und Hexen hat.

bewertung 3 sterne

Hex Hall – Wilder Zauber von Rachel Hawkins
295 Seiten (Broschiert)
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: Juli 2010
ISBN: 978-3802582394
9,95 €

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Egmont Lyx für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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