[Rezension] Kerstin Gier: Saphirblau

Achtung: Für alle, die „Rubinrot“ noch nicht gelesen haben, enthält diese Rezension eindeutig Spoiler. ^^

Band 2 beginnt genau so, wie Band 1 aufhörte. Mit einem Kuss! Gideon küsst Gwen im Beichtstuhl einer Kirche, nachdem sie von einer eher ungünstig verlaufenen Teeparty verschwinden mussten. Doch Gideon beginnt, sich seltsam zu verhalten. Mal ist er wieder der arrogante Polospieler, dann auch wieder der fürsorgliche Freund und Romantiker, der nicht anders kann als Gwen zu küssen. Hängt Gideons Verhalten etwa damit zusammen, dass er Gwen für eine Verräterin hält, die mit Lucy und Paul verbündet ist? Wir erinnern uns, die beiden haben den ersten Chronografen gestohlen und dadurch die jahrzehntelange Arbeit, die das Sammeln der Blutproben aller Träger des Zeitreise-Gens erfordert hat, zunichte gemacht. Dass Gideon bei einem Zeitsprung Gwen begegnet (die sich nicht daran erinnern kann) und anschließend niedergeschlagen wird, scheint auch nicht sonderlich förderlich für die aufkeimende Zuneigung zwischen den beiden.

Doch Gideon ist nicht Gwens einzige Sorge. Stattdessen muss sie sich mit einem sehr skurillen Lehrer und Experten für das 18. Jahrhundert herumschlagen, der eindeutig lieber ihre Cousine Charlotte in der Rolle der Zeitreisenden sehen will und Gwen für komplett unfähig hält. Es hilft allerdings nichts, denn Gwen muss auf ihre erneute Begegnung mit dem Graf von Saint Germain vorbereitet werden, die ausgerechnet auf einer nicht unbedingt familiär gehaltenen Soiree stattfinden soll. Und gerade dem Grafen traut Gwen nicht über den Weg…

Gleichzeitig versuchen Gwen und ihre Freundin Leslie das große, geheime Geheimnis zu lüften und herauszufinden, warum Lucy und Paul sich gegen den Grafen und die Wächter wandten und den Chronografen stahlen. Die Lösung scheint zum Greifen nahe, besonders da sie diesmal Hilfe bekommen. Zum einen von Gideons Bruder Raphael, zum anderen von Gwens Großvater Lucas, dem sie bei einer ihrer Zeitreisen begegnet, und der auf sie gewartet zu haben scheint…

In „Saphirblau“ kommt die Romanze zwischen Gideon und Gwen richtig in Schwung und nimmt einen enorm wichtigen Teil innerhalb des Buches ein. Die Suche nach den noch fehlenden Blutproben der Genträger rückt etwas in den Hintergrund, was aber der Spannung rund um die Motive von Lucy, Paul und Saint Germain keinen Abbruch tut.

Gut portioniert präsentiert Gier immer mehr kleinere und größere Puzzlestücke, die es einem leicht machen beim Lesen die Welt um sich herum zu vergessen. Immer mehr Fragen kommen auf, was hinter dem Ganzen steckt, was die Ziele des Grafen sind und welche Rolle Gwen in der ganzen Geschichte spielt.

Ich persönlich mochte den zweiten Band sogar noch mehr als den ersten Teil. Durch die Einführung des Wasserspeierdämons Xemerius wird für eine ordentliche Prise an Humor gesorgt, und ich musste einige Male auflachen. Sonst bleibt aber alles soweit beim Altenund Gier ihrem Stil aus „Rubinrot“ treu.

Genau wie den ersten Teil habe ich auch „Saphirblau“ an einem Tag verschlungen und freue mich schon sehr auf das Finale. Ein kleines Rätsel am Ende des Bandes gibt einem übrigens einen kleinen Hinweis auf die Geschehnisse in „Smaragdgrün„.

bewertung 4 sterne

Saphirblau von Kerstin Gier
400 Seiten (Hardcover)
Verlag: Arena
Erschienen: Januar 2010
ISBN: 978-3401063478
15,95 €

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3 Gedanken zu “[Rezension] Kerstin Gier: Saphirblau

  1. Ich fand den zweiten Teil auch noch besser als den ersten!!! 🙂 Und Band 3 hab ich schon vorbestellt…wird aber Anfang Oktobert….zu lange!!! Genau wie „Arkadien brennt“….dauert genauso lange….hach! 😉

    Als hätte ich nicht noch genug andere Bücher zu lesen…

      • Ich hoffe es auch!!

        Stimmt allerdings….ich wusste es schon, ohne, dass ichs komplett machen musste…..

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