[Rezension] Kerstin Gier: Rubinrot

Gwendolyn ist sechszehneinhalb und lebt zusammen mit ihren Geschwistern, Mutter, Cousine, Tante und Butler im recht herrschaftlichen Haus ihrer Großmutter Lady Arista. Dort dreht sich alles um Gwens Cousine Charlotte, denn diese hat angeblich das Zeitreise-Gen geerbt und wird seit Jahren auf ihren ersten Sprung in die Vergangenheit vorbereitet. Gwen geht dieses ganze Trubel eher auf die Nerven, und so schüttet sie ihr Herz stets bei ihrer besten Freundin Leslie aus, die weiß dass Gwen ebenfalls eine eher ungewöhnliche Gabe hat: Sie kann Geister sehen.

Als Charlotte endlich die ersten Anzeichen für ihren nahenden Zeitsprung zeigt, gerät besonders Gwens Tante in helle Aufregung. Doch es kommt alles anders, denn nicht Charlotte findet sich plötzlich im alten London wieder, sondern Gwen! Von da an überschlagen sich die Ereignisse.

Gwen wird zu den „Wächtern“ gebracht und muss sich nun einer Aufgabe stellen, für die eigentlich Charlotte all die Jahre intensiv vorbereitet wurde. Zusammen mit dem zweiten lebenden Zeitreisenden ihrer Generation, dem eher arroganten 19-jährigen Gideon, soll sie Blutproben aller zwölf Menschen sammeln, die bisher in der Zeit reisen konnten, um sie in den sogenannten Chronografen einzuspeißen, um ein bedeutendes Geheimnis zu lüften. Doch das gestaltet sich schwieriger als angenommen, denn Gwen und Gideon müssen quer durch die Zeit reisen um ihre Mission zu erfüllen. Und nicht jeder Zeitreisende erweist sich als kooperativ.

Gwen und Gideon geraten immer mehr in eine mysteriöse Verschwörung, müssen sich Mordanschlägen erwehren und ihren eigenen Vorfahren ins Auge blicken: Lucy und Paul, die damals den ersten Chronografen stahlen und mit ihm in den Weiten der Zeit verschwanden. Doch sind wirklich Lucy und Paul die Bösewichte? Oder etwa das ehemalige Wächteroberhaupt, der Graf von Saint Germain, der immer noch seinen Einfluss auf die Genträger ausübt? Und worum handelt es sich bei dem mysteriösen Geheimnis?

Mit „Rubinrot“ legt Kerstin Gier den Grundstein für ihre vielversprechende Trilogie. Gier nimmt sich viel Zeit ihre Charaktere einzuführen sowie Gwens erste Zeitreisen und ihre Erlebnisse innerhalb der Wächterriege zu beschreiben. Das alles sprüht von einem angenehmen Humor und Gier’s lockerem Schreibstil, sodass man schnell beginnt sich einzufühlen und die Personen in sein Herz zu schließen.

Natürlich werden Fragen aufgeworfen, und inzwischen habe ich mir auch eine eigene Theorie zurechtgelegt, was denn hinter allem stecken könnte. Und ich bin schon sehr gespannt ob ich sie bestätigt finde. Besonders die immer wieder auftauchende Familiengeschichte rund um Lucy und Paul lässt Raum für Spekulationen. Der Autorin gelingt es trotz allem Humor Spannung aufzubauen. Und natürlich darf auch ein guter Schuss Romantik nicht fehlen, aber hierzu verrate ich noch nicht allzu viel.

Rubinrot“ ist ein gelungener Auftakt zu einer fantasievollen Trilogie, von der ich mir in den folgenden Bänden „Saphirblau“ (bereits erschienen) und „Smaragdgrün“ (erscheint im September) nicht nur eine schöne Liebesgeschichte erhoffe, sondern auch eine gelungene Lösung und Erklärung für meine Fragen. ^^

Wer romantisch-fantastische Geschichten mit einer guten Priese Humor mag, dem kann ich „Rubinrot“ wärmstens empfehlen. Ich selbst habe für das Buch nur einen einzigen Tag gebraucht, was auf jeden Fall für ein schönes, spannendes, kurzweiliges Lesevergnügen spricht.

bewertung 4 sterne

Inzwischen ist auch bekannt das „Rubinrot“ verfilmt werden soll (Rubinrot wird verfilmt).

Rubinrot von Kerstin Gier
345 Seiten (Hardcover)
Verlag: Arena
Erschienen: Januar 2009
ISBN: 978-3401063348
14,95 €

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