[Rezension] Lara Adrian: Gesandte des Zwielichts – Midnight Breed 6

Nachdem der Dunkle Hafen und die Familie von Andreas Reichen angegriffen und ermordet wurden, bricht  seine gesamte Wut in Form seiner Gabe der Pyrokinese aus ihm heraus. Getrieben nur noch von dem Gedanken auf Rache macht er sich auf die suche nach dem Vampir, den der für die Vernichtung seines Heimes verantwortlich macht: Wilhelm Roth.

Nach und nach zerstört er alles und jeden, der mit Roth und dem Vorfall im Dunklen Hafen von Berlin in Verbindung steht. Bei einem Anschlag auf das Anwesen Roth’s trifft er nicht wie erwartet auf seinen erklärten Erzfeind. Stattdessen begegnet er Claire, einer Stammesgefährtin und seiner ehemaligen Geliebten, die nun mit Roth in einer Blutsverbindung lebt. Erneut entbrennen Reichen’s Gefühle für Claire, obwohl er weiß, dass sie an Roth gebunden sein wird so lange dieser lebt. Ein Grund mehr für Reichen, seinen Gegenspieler zu vernichten, der zudem mit Dragos, dem Feind des Ordens, zusammen arbeitet.

Doch Reichen’s Kräfte beginnen sich gegen ihn zu wenden, da er seine Pyrokinese immer weniger unter Kontrolle halten kann je öfter er sie einsetzt. Ein Aufeinandertreffen mit Roth könnte für Reichen also den Tod bedeuten…

Der sechste Band von Lara Adrians Midnight-Breed-Reihe schlägt einen etwas anderen Ton an als seine Vorgänger. Zwar steht auch hier wieder die Geschichte eines einzelnen Vampirs im Vordergrund, doch handelt es sich bei Andreas Reichen diesmal nicht um einen Ordenskrieger, sondern lediglich um einen Freund des Bostoner Ordens.

Auch die Liebesgeschichte verläuft nicht unbedingt nach dem bekannten Muster. Claire und Reichen kennen sich bereits von früher und führten damals eine Beziehung, bis Reichen plötzlich verschwand und Claire sich als Gefährtin an Wilhelm Roth band. So steht den beiden Liebenden hier ein recht großes Hindernis im Weg, denn eine Blutsverbindung lässt sich nur durch den Tod von einem der beiden Verbundenen trennen.

Schwung kommt ebenfalls in die Geschichte, durch die Gefahr in der Andreas Reichen schwebt. Jeder Ausbruch seiner Pyrokinese, die er kaum mehr kontrollieren kann, zehrt mehr an ihm. Getrieben von seinem Gedanken auf Rache, verliert er sich immer mehr in seinem Hass, seiner Wut und könnte sich dabei selbst zerstören. Zudem fordert der Ausbruch seiner Gabe Tribut, und Reichen wird von einem immer stärkeren Blutdurst befallen, der ihn immer näher an die Grenze zum Rogue treibt, einem Vampir, der nur noch für seine Blutgier lebt.

Natürlich erfährt der Leser auch wieder mehr Details rund um Dragos und dessen Pläne, und auch die restlichen Mitglieder des Ordens werden wieder mehr in die Geschehnisse eingebunden, als das in den Vorgängerbänden noch der Fall war.

Adrian’s Schreibstil ist wieder einmal sehr flüssig und macht das Lesen umso leichter, allerdings bleiben immer noch ein paar Mankos, gerade was die manchmal doch sehr übertriebene Beschreibung der Erotikszenen betrifft. Dass es diesmal in „Gesandte des Zwielichts“ nicht so viele Erotikszenen gab wie man es normalerweise gewohnt ist, tut der Geschichte sogar gut, denn hier wird eindeutig mehr wert auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Claire und Andreas gelegt, die ja wie erwähnt keineswegs so einfach ist.

Ein solides Werk, das man auf jeden Fall lesen sollte, wenn man die restlichen Bände der Reihe auch schon mochte.

bewertung 2 sterne

Gesandte des Zwielichts (Midnight Breed 6) von Lara Adrian
Ashes of Midnight
400 Seiten (Broschiert)
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: November 2009
ISBN: 978-3802581861
9,95 €

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