[Rezension] Maxime Chattam: Alterra 1-Die Gemeinschaft der Drei

Über New York bricht ein gewaltiges Unwetter herein und lässt die Erwachsenen verschwinden. Der 14-jährige Matt und sein Freund Tobias machen sich auf den Weg nach Süden. Bald schon stellen sie fest, dass nicht alle Erwachsenen verschwunden sind. Einige mutierten zu „Mampfern“, andere veränderten sich charakterlich, wurden zu sogenannten „Zyniks“. Auf einer Insel finden Matt und Tobias schließlich eine Zuflucht. Dort habt sich eine Gruppe von Kindern niedergelassen, Überlebende des Sturms, die sich selbst „Pans“ nennen – in Anlehnung an Peter Pan und seine verlorenen Jungs. Doch die Probleme sind noch lange nicht ausgestanden. Zum einen ist da die tägliche Nahrungsbeschaffung, welche die Pans dazu zwingt, sich in Gebiete vorzuwagen, die inzwischen von allerlei seltsamen und vor allem gefährlichen Getier bevölkert werden. Auch vor Angriffen von Mampfern und Zyniks müssen sie sich in Acht nehmen. Zusammen mit Tobias und Ambre, einem Mädchen von der Insel, versucht sich Matt in die neue Welt einzufinden.

Bald jedoch kommt der Verdacht auf, dass sich unter den Pans ein Verräter befindet, der das Leben aller in Gefahr bringen könnte…

Matt war mir gleich von Anfang an sympathisch. Seine Begeisterung für System of a Down und Herr der Ringe öffneten mir quasi das Herz für ihn. Auch, dass er sich im Verlauf der Geschichte mit einer Nachbildung von Aragorns Schwert den Gefahren der neuen Welt stellt, zauberte mir gelegentlich ein Lächeln aufs Gesicht.

An sich ist der Ton in Chattam’s Werk eher düster. Die Vorstellung, dass ein Unwetter mit blauen Blitzen plötzlich nahezu die gesamte erwachsene Bevölkerung von der Erde tilgt, wirkte nicht einmal ungewöhnlich oder unpassend, sondern integrierte sich unglaublich realistisch und vor allem glaubwürdig in das Geschehen. Im späteren Verlauf wird auch immer mehr dazu beigetragen zu verstehen, warum es zu diesem Sturm kam und warum Vegetation und Tierreich plötzlich so immens wuchern. Interessant, dass diese Lösung Elemente der Gaia-Theorie enthält, aber ich will hier nicht zu viel verraten. Nur, dass mich die im Buch auftretenden Stelzenläufer irgendwie an „Krieg der Welten“ erinnern.

Das Buch wirft Fragen auf und macht hungrig auf die Fortsetzung. Was ist an Matt so wichtig, dass er steckbrieflich von den Zyniks gesucht wird? Wie wird sich das Überleben der Kinder und Jugendlichen weiterhin gestalten?

Chattam hat hier ein spannendes, düsteres Werk geschaffen, mit sympathischen Charakteren, das ich kaum aus der Hand legen konnte und wollte. Wirklich sehr zu empfehlen.

bewertung 4 sterne

Alterra 1: Die Gemeinschaft der Drei von Maxime Chattam
Autre Monde 1: L’Alliance de Trois
389 Seiten (Hardcover)
Verlag: PAN
Erschienen: September 2009
ISBN: 978-3426283004
16,95 €

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3 Gedanken zu “[Rezension] Maxime Chattam: Alterra 1-Die Gemeinschaft der Drei

  1. Kann mich deiner Meinung nur anschließen, ein wirklich gut geschriebenes und zu keiner Zeit langatmiges Buch.
    Habe es fast in einem durch gelesen, oder besser gesagt gehört :-).
    Bin nur gespannt, wann die Fortsetzung erscheint…

    • Also, die Buchfassung des zweiten Bandes „Im Reich der Königin“ erscheint am 20. August, wenn ich mich nicht irre. Wie lang es dann dauert bis das Hörbuch erscheint kann ich aber auch nicht sagen. ^^

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