[Rezension] Jacqueline Carey: Kushiel – Trilogie

Kushiel – Das Zeichen

Das Land Terre d’Ange ist ein Ort unübertroffener Schönheit und Anmut. Seine Bewohner entstammen der Verbindung von Göttern und Menschen und leben nach einer einfachen Regel: Liebe, wie es dir gefällt. Doch Phèdre, die seit ihrer Geburt mit einem roten Makel im linken Auge gezeichnet ist, wird von ihrer Eltern in eine Knechtschaft verschachert. Aus dieser wird sie von Anafiel Delaunay freigekauft, einem Edelmann, der als Erster erkennt, dass Phèdre eine Auserwählte ist, getroffen von Kushiels Pfeil und dazu bestimmt, den Schmerz als Vergnügen zu erfahren. Phèdre wird sowohl in den höfischen Künsten als auch in den Fertigkeiten des Schlafgemachs ausgebildet, vor allem jedoch erlernt sie das scharfe Beobachten, Erinnern und Analysieren. Was sie zu einer ebenso talentierten Spionin wie Kurtisane macht. Eines Tages stolpert Phèdre am königlichen Hof über eine Verschwörung, welche die Grundfesten ihres Heimatlandes bedroht. Ein Verrat lässt sie die Fährte aufnehmen, Liebe und Ehrgefühl treiben sie weiter – bis an den Rand der Verzweiflung. Der hasserfüllte Freund, der liebende Feind, der geliebte Meuchelmörder, sie alle können in dieser Welt eine glitzernde Maske tragen, und Phèdre bekommt nur eine einzige Chance, all jene zu retten, die ihr lieb und teuer sind…

Kushiel – Der Verrat

Terre d’Ange, Phèdres geliebtes Heimatland, hat die Invasion der Skaldi zurückschlagen können, doch der Preis an Blut und Trauer ist hoch. Die unübertroffene Anmut des Landes ist nicht mehr unbefleckt. Hinter der Maske des Verrats verbirgt sich ein wunderschönes Gesicht: Melisande Shahrizai, die Nachfahrin des Gottes Kushiel. Melisande hat ihr gewagtes Spiel um die Macht zwar verloren und wurde von Ysandre, der klugen Königin von Terre d’Ange, zum Tode verurteilt, doch es gelingt ihr, der Hinrichtung zu entkommen und spurlos zu verschwinden. Phèdre ihrerseits beklagt den Verlust ihres ältesten und liebsten Freundes Hyacinthe: Er hat sich in die Hände der Feinde begeben, um der Armada von Ysandres Gemahl Drustan die Überfahrt zu sichern und so den D’Angelines den Sieg über die Skaldi zu ermöglichen. Während Phèdre nun verzweifelt einen Weg sucht, ihren Freund Hyacinthe aus der Knechtschaft zu befreien, lässt sie gleichzeitig Melisandes Verschwinden nicht ruhen. Sie ahnt, dass diese geheimnisvolle Frau den Kampf um den Thron von Terre d’Ange noch keineswegs aufgegeben hat. Die Spur der Verräterin führt Phèdre und ihren Beschützer und Geliebten Joscelin in die Stadt La Serenissima. Insgeheim übt Melisande auf Phèdre eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus, doch hält sie diese Leidenschaft tief in ihrem Innersten verborgen…

Kushiel – Die Erlösung

Eine Wahrsagerin hatte Phèdre zehn Jahre Frieden versprochen, und sie hat recht behalten. Doch nun braut sich am Horizont neues Unheil zusammen. Phèdre erhält einen Brief von ihrer einstigen Widersacherin Melisande, in dem sie ihre Hilfe erbittet. Ihr Imriel ist entführt worden und seither fehlt jede Spur von ihm. Phèdre beschließt, sich auf die Suche nach Imriel zu begeben, und tritt mit ihrem treuen Gefährten und Geliebten Joscelin eine Reise an, die sie bis in die Weiten Khebbel-im-Akkads führt. Dort erfährt sie von dem Land Drujan, in dem ein grausamer Gott die Herrschaft an sich gerissen hat. Keine Armee, die der Prinz von Khebbel-im-Akkad jemals in dieses Land geschickt hat, ist zurückgekehrt. Phèdre wagt es dennoch dorthin zu reisen, und steht vor ihrer schwersten Prüfung als Auserwählte der Götter. Denn am Hof des Herrschers von Drujan trifft sie auf die tiefsten Abgründe ihrer eigenen Seele. Zugleich hat Phèdre die Hoffnung noch nicht aufgegeben ihren Jugendfreund Hyacinthe aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Es heißt, nur der Name Gottes könne den Engel Rahab dazu bewegen, den Fluch zu lösen, der Hyacinthe an seine Insel kettet. Doch dieser Name wird einer alten Legend zufolge vom Volke des Landes Saba aufbewahrt, das von der Welt vergessen irgendwo hinter wilden Dschungeln und Wüsten liegt. Phèdres Reise ist noch lange nicht zu Ende…

Meine Meinung

Gleich zu Beginn: Die Bücher sind ganz klar Geschmackssache. Wer mit Politik und einer Prise teils etwas härterer Erotik (da Phèdre ja Lust am Schmerz empfinden kann) nichts anfangen kann, der sollte die Finger von dieser Reihe lassen. Allen anderen eröffnet sich eine wahrhaft fantastische Welt.

Natürlich hatte ich beim ersten Band einige Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hereinzufinden ohne wäre ohne das Personenverzeichnis wirklich verloren gewesen, aber als dann immer mehr politische Intrigen und Verwicklungen in die Geschichte einflossen, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. So ging es mir auch mit den beiden Folgebänden, die ich beide trotz ihrer um die 900 Seiten jeweils binnen 3 Tagen ausgelesen hatte.

Wer sich der Geschichte öffnen kann, der wird verzaubert werden von den Charakteren, von Terre d’Ange selbst und Jacqueline Careys Schreibstil, der einen zusätzlich sehr begeistert und den Flair dieses Werkes ausmacht.

Jedem der mit Liebe, Verrat, Politik und Erotik etwas anfangen kann, dem ist diese Trilogie sehr ans Herz zu legen. Zumindest zählt sie zu meinen Lieblingsbüchern.

Kushiel – Das Zeichen von Jacqueline Carey
953 Seiten (Klappbroschur)
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: September 2007
ISBN: 978-3802581205
16,95 €

Kushiel – Der Verrat von Jacqueline Carey
857 Seiten (Klappbroschur)
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: März 2008
ISBN: 978-3802581212
16,95 €

Kushiel – Die Erlösung von Jacqueline Carey
951 Seiten (Klappbroschur)
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: September 2008
ISBN: 978-3802581229
16,95 €

Alle Bände sind auch in einer Taschenbuchausgabe beim Heyne-Verlag für 9,95 € erschienen.
Kushiel – Das Zeichen ISBN: 978-3453522565
Kushiel – Der Verrat ISBN: 978-3453525412
Kushiel – Die Erlösung ISBN: 978-3453526129

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2 Gedanken zu “[Rezension] Jacqueline Carey: Kushiel – Trilogie

  1. Ich lade mir gerade die ungekürzte Fassung bei Audible herunter vom ersten Teil und die Hörprobe (die gar nicht sooo kurz ist), war ich überzeugt und bin nun sehr gespannt, allerdings sind ca. 30 Std. hören auch nicht so ohne! ;)

    1. Ich bin nicht so der Mensch für Hörbücher. Ich schlafe dabei immer irgendwann ein und weiß dann nicht mehr an welcher Stelle ich mit Hören war. Ist wohl noch ein Reflex aus der Kindheit (Hörspiel zum Schlafengehen). ;)
      Aber die Sachen von Jacqueline Carey sind wirklich toll. *seufz* Auch ihre „Elegie an die Nacht“ ist genial. Bücher, die ich wirklich immer wieder lesen kann.

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